Um der Landbevölkerung Zugang zum Internet zu verschaffen, hat die Provinzregierung eine zentrale Satellitenverbindung für das Dorf Rodeo zur Verfügung gestellt. Allerdings muß die Bevölkerung für dieses System erst noch begeistert werden.
Weil das Aufregenste in Rodeo diese Leitungskreuzung war, haben wir alles für den Asado bei verschiedenen Dorfbewohnern gekauft, während jemand anders einen "Internet-Vortrag" hielt.
Der Asado fand dann in einem verlassenen Hotel statt.
Dort gab es verlassene Flure,...
...abenteuerliche Schranktürkonstruktion und...
...hervorragende sanitäre Einrichtungen.
Vergeßt Grillanzünder! Mit so einem Streichholz macht man bei kleinen Asados Feuer. (Ich will gar nicht wissen, was die bei einem Großen nehmen...)
Ich habe FEUER gemacht!
(Okay, okay. Es war jemand andereres...)
Auch Mate (das argentinische Nationalgetränk) darf auf einem Asado natürlich nicht fehlen.
Unser Grillgut (von 1 Uhr im Uhrzeigersinn aus): Schweinerippen, Rind, Schwein, Choritzo-Würstchen und Kuhdarm (Ist vielleicht ein wenig zäh, schmeckt aber nicht schlecht - auch wenn mir niemand erklären konnte (oder wollte), womit er gefüllt war.)
Die Asado-Gesellschaft
Nach dem Festmahl haben wir die Gegend erkundet.
Hinter einem Geröllfeld erhebt sich ein (auf natürliche Weise entstandener) Berg aus "hartgetrocknetem" Sand.
In so einer wüstenartigen Gegend darf natürlich auch ein Schädel nicht fehlen.
Auf dem "Sandberg-Gipfel" hat man einen guten Ausblick...
...zurück und...
...nach vorn. Dort kann man den Stausee 'Dique Cuesta del Viento' und die unterschiedlichen Gesteinsschichten der Berge erkennen.
In Argentinien leben zahlreiche Tiere (@ Christoph: besonders Hunde) ohne Besitzer. In diesem Fall handelt es sich aber offensichtlich um ein freies Pferd.
Der Staudamm des Dique Cuesta del Viento wirkt zwar etwas archaisch, aber die Konstruktion hat den großen Vorteil, daß sie erdbebensicher ist. (Für Elektrotechniker: Die Generatoren erzeugen nur enttäuschende 10 MW.)
Panorama der dem Stausee abgewandten Seite
Dieses Bild zeigt mitnichten die Anden sondern lediglich die niedrigen (max. 3000 Meter) Vorberge. (Die Anden seht ihr, wenn Ihr Euch umdreht.)
Auf unserem Heimweg kamen wir an einigen solchen Schreinen am Straßenrand vorbei. (Mittlerweile weiß ich, daß sie der Volksheiligen Difunta Correa gewidmet sind.)
Ansonsten wand sich die Nationalstraße durch die Felslandschaft.