Die erste Station der Tour war der Wallfahrtsort der Difunta Correa. Diese Volksheilige (von der Amtskirche nicht anerkannt) soll auf ihrem Weg durch die Wüste verdurstet sein. Ihr Baby überlebte jedoch, da ihre Brust ihm auf wundersame Weise weiter Muttermilch spendete.
Die eigentliche Wallfahrtsstätte liegt auf diesem Hügel.
Die überdachten Treppen sind mit den Gaben geschmückt, die man entweder vor einer Unternehmung (z. B. Kauf eines Autos) spendet oder in Großer Not (z. B. Krankheit) auslobt. Wie man an der großen Anzahl von Nummernschildern erkennen kann, zählen Fernfahrer zu den größten Anhängern der Difunta Correa.
Es werden jedoch auch Häuser in Modellform als Gabe dargebracht. Selbst die Wasserflasche rechts unten ist eine Opfergabe! (Immerhin ist die Difunta Correa ja in der Wüste verdurstet...)
Laut Jürgen Beckers "Biotop für Bekloppte" wissen das auch die Kölner: Wo die Gläubigen sind, da ist auch der Geschäftsmann nicht fern.
Anschließend fuhren wir weiter zu einem Mineralien- und Naturkundemuseum mitten in der Wüste. Auch wenn die (privaten) Betreiber eine sehr esoterische Weltanschauung vertraten, waren die naturkundlichen Exponate sehenswert.
Wenn ich mir das so ansehe, habe ich mit meinem "Mitbewohner" Karl durchaus noch Glück gehabt. Es hätte auch viel,...
...viel,...
...schlimmer kommen können. (Muß es mich eigentlich mißtrauisch machen, daß kleine Restaurants normalerweise ihr Essen in solchen Plastikschalen ausliefern?)
Anschließend gingen wir in einem kleinen Wüstendorf essen. Dies ist die Dorfkneipe.
Die wildlebenden Hunde der Gegend sonnten sich derweil vor dem Outdoor-Ofen der Gaststätte...
...und die Katzen auch. (Und spätestend da mußte ich an die Backofen-Szene aus Einstein Junior denken.)
Ansonsten war es aber definitiv eine ruhige Gegend.
Schließlich kamen wir in den Parque Provincial Ischigualasto,...
... in dem auch das "Mondtal" liegt.
Diese Felsformation könnten einige auf den Postkarten wiedererkennen, die ich verschickt habe.
Diese Felsformation wird "La Cancha de Bochas" genannt.
Eine weitere Felsformation
Richtig beeindruckend wurde es dann, als wir "El Yunque" erreichten und die Sonne unterging.
Nur fürchte ich, daß "beeindruckend" nicht ausreicht, um DAS zu beschreiben...
(Hier habe ich ein wenig am Intensitätsregler meiner Bildverarbeitungssoftware gespielt...)
(Ohne Worte)
Anschließend sind wir noch in das Dinosaurier-Museum des Parks gegangen. Allerdings konnten die Exponate mit dem zuvor Erleben nicht mithalten.
Am nächsten Tag ging es dann weiter zum Parque Nacional Talampaya. Er ist (natürlich) für seine Gesteinsformationen berühmt. Außerdem aber...
...für seine Nutzung als wichtiger Transportweg durch längst ausgestorbene Indianerstämme...
...und interessante Pflanzen. Dieser Strauch etwa verwendet seine grüne Rinde für die Photosynthese.
Aber am beeindruckensten waren wieder die Felsen. Dieser etwa ermöglicht ein vierfach-Echo!
Diese Felsformation heißt "El Cathedral".
Fast möchte man meinen, jemand habe die Felsen extra für Touristen so fotogen angeordnet...
Diese Felsformation heißt "El Monje".
Diese Felsformation heißt "La Tortuga".
Schließlich ging es über eine gerade und zugleich hügelige Straße wieder Richtung San Juan.
Allerdings mußten wir dafür zwei Gebirgspässe überqueren und ausgerechnet jetzt begann es zu schneien.
Zuerst nur ein wenig...
...doch es wurde schlimmer...
...und schlimmer. Ich war am Ende jedenfalls heilfroh, wohlbehalten in San Juan angekommen zu sein.