Nachmittags am ersten Tag in Huaraz waehrend der Vorbereitung unserer Touren gruesst die Regenzeit. Unser erster Regen seit fast zwei Monaten.
Ein typisches Hostalzimmer
Nur hat dieses einen herrlichen Ausblick auf die Cordillera Blanca. Ganz hinten der Huascarán, der hoechste Berg Perus, 6768 m.
Am zweiten Tag in Huaraz haben wir eine kleine Tagestour zu einem Gletscher gemacht. Dorthin ging´s mit Bus und Pferd.
Ab in wohl 20 Jahren duerfte die Cordillera Blanca ihren Namen zu Unrecht tragen. Dann sollen naemlich alle Gletscher, der Erderwaermung sei Dank, geschmolzen sein.
Rueckblick: Mercado Central in Arequipa
In verschuetteten Katakomben eines Klosters in Lima wurden Zehntausende Skelette aus dem 16.-18. Jahrhundert gefunden und werden nun schoen angerichtet praesentiert.
Essenshinterhof in Lima. Die Peruaner lassen sich sehr gerne von Muddis auf der Strasse bekochen. Den westlichen Geschmack trifft es aber nicht unbedingt.
Seltene Pflanze, die nur in der Cordillera Blanca waechst, nur einmal in ihrem Leben blueht und deren Name ich schon wieder vergessen habe.
Gletscherhoehle
Drin in der Gletscherhoehle
Schon lustig der Gedanke, dass wir sozusagen gerade noch rechtzeitig kamen, um uns an den Gletschern zu erfreuen.
Bauerndorf. Zwar sind die Leute hier aeusserst arm, die Gegend macht aber einen sehr idyllischen Eindruck.
Am Eingang des Santa-Cruz-Tals erwarten arbeitsfrohe Eseltreiber die wanderlustigen Gringos.
In den Anden wachsen auch noch auf 4000m Baeume.
Auch diese Gegend wird immer wieder von schwersten Erdbeben heimgesucht.
Zeltaufbau am ersten Tag
Gletscherlagune zu Fuessen des angeblich schoensten Berges der Welt, des Alpamayo.
Dummerweise war schlechtes Wetter, und wir mussten uns die Spitze des Alpamayo selber vorstellen.
Leckerer Haferschleim gibt dem Wandersmann Kraft.
Morgendliche Selbstreinigung unserer Traeger
Ganz hinten sieht man die schneefreie Cordillera Negra, die der Cordillera Blanca gegenueberliegt.
Passhoehe im Santa-Cruz-Tal. Schon wieder fast so hoch wie der hoechste Punkt der Alpen. Aber inzwischen macht uns diese Hoehe viel weniger aus.
Tillmann studiert die Karte des Oesterreichischen Alpenvereins
Das "Pilsen" schmeckt ganz akzeptabel, insbesondere nach vier Wandertagen.
Die dritte Nacht verbrachten wir am Rande von einem kleinen Bergdorf. Der Dorfnachwuchs ist immer dankbar ueber die Abwechslung durch wandernde Gringos.
Ich gebe meinen unermesslichen Schatz an Kochwissen, den ich mir in meinem Studium habe ansammeln koennen, weiter. Heute gibt´s Nudeln mit Fertigsosse.
Landkinder
Neue Freundinnen, nachdem wir ihnen Handstand und Rueckwaertsrolle beigebracht haben
Die "Pyramide"
Dorfidyll "Abendessen"
Unserem Eselfuehrer Estefan schmeckt´s auch, was wir gekocht haben.
Warum sehen Schafkinder so aufgeweckt-suess und ihre Eltern so doof aus?
Reise zurueck nach Huaraz. Solche Minibusse stellen in Peru den OEPNV dar.
In so einen kleinen Bus passen ueberraschenderweise deutlich ueber 20 Leute rein. Weil es so unbequem ist, rasen die Fahrer dann so schnell, wie es ihr Waegelchen zulaesst, damit man baldmoeglichst wieder rauskommt.
Im Basiscamp vom Pisco, unserem Gletscher
Das ist nicht der Pisco, sondern ein anderer schoener Gletscher. Den Pisco konnte man vom Basiscamp aus nicht sehen.
Huascarán (6768 m), der hoechste Berg Perus
Aufgemerkt, diese Wanderhuette liegt hoeher als eine jede in Europa. (Kaukasus aussen vorgelassen.)
Abendessen, bevor wir um 23.30 Uhr schon wieder aufstehen fuer den Aufstieg.
Unser Zelt ist kuschelig-eng, so dass wir nicht zu frieren brauchen.
Aufstieg mit Steigeisen, Seil und Eispickel in der Nacht
Stundenlang marschiert man durch die Dunkelheit Eishaenge hoch.
Geisterwanderer
Auf halbem Weg zum Gipfel
Mit so einem tollen Eispickel schreckt uns kein Gipfel der Welt!
Auf dem Gipfel schliesslich ist es saukalt und man sieht nix. Aber nicht so schlimm, denn 200m unterhalb war noch gutes Wetter gewesen.
Aber fuer eine wuerdige Besteigungsfeier fehlt die Muse, mehr als eine Minute halten wir es nicht aus.
Ueber so eine aehnliche Gletscherspalte, die zahlreich unseren Weg saeumten, mussten wir kurz unter dem Gipfel rueberspringen.
Damit wir nicht aus Versehen in so eine Spalte reinfallen, hat unser Guía auf unserem Weg stets den Boden mit seinem Stecken abgetastet.
Auf dem Rueckweg konnten wir dann doch mal die Sonne sehen.
Unsere Spur. Da es tags zuvor geschneit hatte, sind wir durch eine unberuehrte Schneedecke hochgewandert.
Die Rucksaecke werden bloss mit einem Seil auf das Dach gespannt, so dass man spaeter bei jeder Kurve um sie fuerchtet.
Zwischendurch hat uns ein Pickup mitgenommen, und sowas gefaellt dem Tillmann.
Spaeter wurde es etwas enger auf der Ladeflaeche.
Eine Indiomuddi kippte dann dummerweise ihren Eimer Schweinefett ueber den Rucksack unseres Guías.
Yungay zu Fuessen des Piscos und des Huascarán wurde 1970 nach einem Erdbeben komplett von einer Eis- und Schlammlawine begraben. Dabei kam die gesamte Bevoelkerung ums Leben, 15.000 Menschen! Weiter unten wurde das neue Yungay aufgebaut.