Noch in Cusco! Oberhalb der Stadt eine der bedeutendsten Inkafestungen, Saqsaywaman (leicht zu merkender Name, wenn man ihn lautmalerisch Englisch versteht)
Von hier konnten die Inkas gut ihre Hauptstadt bewachen...
... oder auch mal einen Aufstand gegen die Spanier starten! (Dummerweise immer unerfolgreich, wobei´s 1536 ne sehr knappe Geschichte war.)
Frueher ein riesiger Komplex, stehen heute nur noch ein paar Grundfesten.
Die drei Mauerreihen stellen die Zaehne eines Pumas dar. Ganz Cusco hatte Pumaform (wie gewohnt guter Wille vorausgesetzt).
Ein Kindheitstraum Tillmanns wird wahr: Bespucken eines Lamas! (Kein Schaf, auch wenn´s von hier so aussieht.) Die Lamamuddi hinten hat uns Gottseidank dann doch nicht bei Peta angeschwaerzt.
Ohne nennenswerte Geraetschaften konnten die Inkas Mauern ohne Lehm und Moertel allein mit passgenauen grossen Steinen bauen!
Und nochmal Cusco.
Unsere Schuhe wollen sie auch permanent putzen.
Startpunkt fuer El Misti, den grossen Vulkan
Start auf 3415 Metern. Es geht hoch auf 5820 Metern mit Guia Angelo.
Bereits der Aufstieg zum Basiscamp ist mehr als anstrengend.
Basiscamp auf 4400 Metern Hoehe. Im Hintergrund der Bergzug Pichu Pichu.
Bereits hier macht die duenne Luft unglaublich zu schaffen. Immerhin hat man dann andere Probleme, als Kaelte zu fuehlen.
Bereits zum Sonnenuntergang ging´s zu Schlafsacke.
Fuer ein Kitschfoto ist aber immer noch Zeit.
Blick vom Basiscamp auf Arequipa bei Nacht
Den Mond stellt man sich kaum anders vor.
Irgendwo dahinten in 75km Entfernung ist auch schon der Stille Ozean.
Knapp unterhalb des Gipfels. Waehrend des Aufstiegs waren wir nicht in der Lage, Fotos zu machen oder auch nur daran zu denken.
Der Vulkankrater ist aktiv und dampft munter vor sich hin.
Dieser herrliche Blick muss hart erkauft werden.
Die ersten zehn Minuten auf dem Gipfel verbrachte ich in Erschoepfungsstarre. Fotograf Tillmann fand frueher daraus zurueck. (Nicht gestellt!) Ungefaehr so lagen wir auch alle zehn Meter waehrend der letzten 300 Hoehenmeter.
Den 6.057 m hohen Chachani machen wir lieber ein anderes Mal.
Hier wurden auch ein paar Inkamumien gefunden. Es gab jedenfalls selten Grabbesucher.
Das Gipfelbier auf 5822 Metern Hoehe ueber dem Meeresspiegel, Stunden zuvor noch eine Schimaere
Wird´s nochmal ein hoeheres Bruederfoto geben? Im Moment der Aufnahme ein klares Nein, aber bereits jetzt verklaert sich der Aufstieg...
Letztlich waren wir dann doch noch in der geschaetzten Aufstiegszeit von 6 Stunden. Nicht wenige geben auch auf, kein Wunder.
Die Landschaft ist durch Krater und Schluchten gepraegt, die von Sturzbaechen bei Schneeschmelze und Erdbeben stammen.
Als junger Mann neigt man ja zu haeufiger Selbstueberschaetzung, aber in diesem Falle ist der Jubel mehr als angebracht.
Auf den paar Schlussmetern zum Gipfel hier, auf denen ich nun leichtfuessig hinabgleite, machten wir beim Aufstieg etwa vier Pausen, in denen wir keuchend auf dem Boden lagen!
Frueher lag hier Schnee, aber die gute, alte Erderwaermung macht auch vor Peru nicht halt.
Der Abstieg war geschenkt. Im Vulkansand kann man froehlich-unangestrengt hinabrennen oder -gleiten.
"Plaza de Armas" von Arequipa. Die Kathedrale im Hintergrund hat einiges mitgemacht. Im 19. Jahrhundert ist sie einmal abgebrannt, sie haben sie wieder schoen aufgebaut, da gab´s gleich danach ein Erdbeben und die Kathedrale war wieder Schutt.
An jeder Ecke stehen Menschen mit Handys und verkaufen Llamadas.
Der grosse Klosterkomplex inmitten der Stadt. Weltkulturerbe... reisst aber nicht jeden Rucksackreisenden vom Hocker.
Wirklich reizvoll nur dann, wenn man bedenkt, dass es hier in den ersten 300 Jahren nach Gruendung Mitte des 16. Jahrhunderts alles andere als klostergerecht zuging... Die Nonnen kamen aus den reichsten spanischen Familien und waren nicht geneigt, auf eine gewisse Lebensweise zu verzichten.
Der Komplex ist eine eigene Stadt innerhalb der Stadt. 1970 wurden die Nonnen schliesslich vom damaligen Buergermeister gezwungen, ihre Tore fuer die Touristen zu oeffnen. Ein unchristlicher, aber cleverer Schachzug.
Voller Stolz betrachte ich dieses Foto.
Erdbeben gibt´s hier haeufig. Pisco, das beim Erdbeben vor zwei Wochen verwuestet wurde, liegt auch gar nicht fern. Der letzte Vulkanausbruch hingegen war kurz vor Ankunft der Spanier.
Ein gefuehltes Drittel der Arequipeñas verdingt sich als Taxifahrer.
Aber als wir heute Mittag aus der Tuer kamen, mussten wir tatsaechlich eine unglaubliche halbe Minute auf ein Taxi warten.
An Kreuzungen gilt eine Mischung aus Recht des Staerken und des Frueheren
Blick von der Terrasse unseres Hostals auf unseren Berg der Berge