Mit dieser Bildfolge will ich kurz (oder lang) den Bau eine LED-Nahscheinwerfers für den Dynamobetrieb am Fahrrad beschreiben. Als Vorbild diente der Nahscheinwerfer "Larry" von Ulli Horlacher: http://tandem-fahren.de/Mitglieder/Framstag/Luxeon/Larry/ - deswegen auch der Arbeitsname "Doppel-Larry" - wobei ich inzwischen überlege ihn "Johann" zu Ehren von Goethe zu nennen, an dessem Todestag ich das Projekt beendet hatte und welcher als letzte Worte "Mehr Licht!" ausgerufen haben soll.
Material: Kupferblech, Alublech
Material: "Plexiglas" für die Frontabdeckung
Ein wenig Elektronik: Luxeon III 3W, weiss; Shottky SB 130; 15°/30° Optiken, Glättungskondensator für den Grätz-Brücke und ein 1Farad (nicht Fahrrad) Goldcap-Kondensator fürs Standlicht.
Der Plan für das Gehäuse.
Der Plan für die Elektronik.
Ein Versuchsaufbau mit Akkuschrauber an einem alten Seitenläufer...
... Fazit: der Akkuschrauber dreht zu langsam.
Also ein neuer Versuch mit einem Billig-"Dremel" vom Aldi, der dreht schnell genug und ist in der Drehzahl regelbar.
Schööööön hell.
Der Versuchsaufbau mit alten Unitest 2 Analog-Instrument. Bis zu 600mA~ lassen sich aus dem alten Seitenläufer locken.
Jetzt der ganze Versuch mit den Luxeons.
Schön hell, selbst mit Gegenblitz.
Die beiden Luxeon Star auf Kupfer-Kühl-Blech.
Versuchsaufbau an meinem Kellerfenster mit Leuchtrichtung nach draussen.
Schraubzwingen regeln.
Das Licht vom Versuchsaufbau, der Baum im Hintergrund ist gut 25 m entfernt.
So und nun etwas mechanische Arbeit mit Säge und Feile an feinem Aluminium.
Der Lampenkörper, ca. 2 mm Alurohr, Durchmesser 70 mm. Die Rückwand wurde mit einer Serie von Bohrungen und einer Laubsäge aus 2,5mm Alublech geschnitten und mit 2-K-Kunstharz eingeklebt.
Diese Nasen sollten später die Frontscheibe tragen, habe ich aber dann doch verworfen, weil die Einbauten da dann doch nicht reinpassten.
Lampenkörper fertig geklebt und geschliffen - Seitenansicht.
Lampenkörper fertig geklebt und geschliffen - Rückansicht.
Grössenvergleich mit einer alten Blech-Fahrradlampe und einer billigen Halogenlampe aus dem Baumarktsortiment.
Die Elektronik wandert auf eine Platine. Achja, wer den Fehler entdeckt, darf sich melden oder ihn behalten ;-)
Versuchsaufbau am Nabendynamo.
Ja, so isses schön hell.
Zuschneiden des Kühlbleches und Bohren der Aufnahmen für die Optiken.
Passt.
Ein Blechring wird angelötet zur Versteifung des Kühlbleches und um eine später besseren thermischen Kontakt zum Lampenkörper zu bekommen
Cyanacrylat fixiert die LED-Träger auf dem Kühlblech
Das Innenleben ist soweit vormontiert.
Malerkrepp schützt die Optiken bei weiteren Arbeiten vor Fingertatschern und Kleberesten. Kunststoffspatel und Mischschälchen sind für die Arbeit mit 2-K-Klebern sehr praktisch.
Bohrungen für Kabel und Schalter werden hergestellt.
Die Rückseite des Innenlebens.
Lampen eingebaut.
Probeweise montiert.
Zur ersten Probefahrt bereit.
So nun wird das Ganze wieder auseinander gebaut.
Noch einmal ein Blick auf das Innenleben, von vorn...
..und von hinten. Der zweite Kondensator links wurde zur Verminderung des Flackerns bei langsamer Fahrt nachträglich eingebaut.
Haftgrund auf den Lampenkörper aufgetragen.
Erste Lage Sprühlack in blau.
Die weiteren Lagen in augenfreundlichem RAL 9005 matt.
In der Zwischenzeit schnell einen Lampenhalter aus einem Stück Aluwinkel aus dem Fassadenbau geschnitzt...
... und lackiert.
Ich sollte dann doch mal wieder aufräumen.
Der Leuchtenkörper fertig lackiert in drei Ansichten. 1/3
Der Leuchtenkörper fertig lackiert in drei Ansichten. 2/3
Der Leuchtenkörper fertig lackiert in drei Ansichten. 3/3
Aus PMMA (Plexiglas) wird mit einem Kreisschneider als Anreisswerkzeug sowie mit Laubsäge, Raspel und Sandpapier ein Rundling für die Frontabdeckung gebastelt - verdammt zäh das Zeug.
Nochmal einen Blick in die Leuchte, das Innenleben ist jetzt fertig eingeklebt. Die Kupferblechstreifen dienen dem festen Sitz und der Wärmeübertragung, sie sind mit eingeklebt.
Auf die Rückseite der Frontabdeckung habe ich ein Stück Retroreflektor aus dem alten Baumarkt-Billig-Scheinwerfer mit Sekundenkleber geklebt
Das Lametta "leuchtet" sogar.
Nix für Gewichtsfanatiker.
Alles nochmal gesäubert und getrocknet.
Frontabdeckung aufgeklebt.
Fertig Montiert und verkabelt.
Von vorn.
Ganz elegant: Kleines Schwarzes.
Standlicht in Aktion.
Nochmal mit Blitz fotografiert.