1. Tag: Schnell ist man aus Santander herausgefahren.
Zu Beginn ist das Wetter noch mäßig und recht windig.
Alter Adelspalast in Villacarriedo
Detail in einem kantabrischen Dorf.
Der erste kleine Pass auf der heutigen Etappe: Aussichtspunkt hinter Selaya
Zum Warmwerden: Puerto de La Braguía
La Espanya Verde: Auf der Passhöhe von La Braguía. Hier im Norden ist Spanien aufgrund der häufigen Regenfälle ein sehr grünes, an unsere deutschen Mittelgebirge erinnerndes Land.
Da geht's lang!
Blick in die kantabrische Hügellandschaft.
Der erste und einzige Platten wurde natürlich in Teamarbeit repariert.
Schönes Bergland hinter Vega de Pas
Bei Vega de Pas
Nun beginnt der Aufstieg zum Trueba-Pass, der uns den Weg über die Kantabrische Küstenkordillere eröffnen soll.
Unterwegs machen wir an einem Geisterbahnhof mitten in den Bergen Station - eingeweiht wurde er nie.
Zwei spanische Bergziegen in ihrem Element.
21 km Aufstieg, aber recht gleichmäßig und gut zu fahren.
Auf ca. 900 m Höhe.
Endlich oben! Hier zog es wie Hechtsuppe und ich war froh, eine Windstopper-Jacke mitgenommen zu haben.
Am Etappenziel Medina de Pomar schien dagegen wieder die Sonne.
Am nächsten Tag geht es zunächst einmal zum Oberlauf des Ebro, der hier durch ein schönes, tief eingeschnittenes Tal fließt.
Brücke über den Ebro.
Kurz darauf geht's wieder rauf auf den Puerto de Mazorra.
Von hier oben hat man eine schöne Aussicht in das Ebro-Tal.
Ziel der heutigen zweiten Etappe: Die Stadt Burgos - Kastilien pur.
Vor der Kathedrale von Burgos.
Hier die Fassade der prächtigen Kathedrale.
Ein Rundgang durch die Kathedrale ist sehr beeindruckend.
Altes Chorgestühl aus dem 13. Jahrhundert.
Am dritten Tag fahren wir immer weiter in die Meseta mit ihren unendlichen Feldern hinein, die man mühevoll gegen die Kraft der hier unerbittlich wütenden Natur verteidigt.
Hinter Hortigüela beginnt die Einfahrt ins Tal des Río Arlanza - ein Höhepunkt dieser Fahrt.
In dieser wilden Landschaft ist man von der herrlichen Natur ganz in seinen Bann genommen.
Das Tal mit seinen hoch aufragenden Felsen ist ein Paradies für den majestätischen Gänsegeier.
Die Straße durch das Arlanza-Tal ist nahezu autofrei.
Ein Kleinod des Arlanza-Tals: Das mittelalterliche Covarrubias.
Pause an der Plaza Mayor von Covarrubias.
Detail in Covarrubias.
Ziel unserer heutigen Etappe ist das nicht minder hübsche Santo Domingo de Silos. Am Abend lauschen wir den gregorianischen Gesängen der Mönche im berühmten Kloster des Ortes.
Detail in Santo Domingo de Silos.
Hier geht es zum berühmten Kreuzgang des Klosters.
Da es Montag ist, hat dieses aber heute leider geschlossen.
Der Beginn des großen Abenteuers: Fahrt durch den Canyón del Río Lobos.
Bizarre Felsformationen prägen die Fahrt durch die Schlucht.
Glücklicherweise ist der Weg gut markiert, da er als solcher nicht immer eindeutig zu erkennen ist.
Im westlichen Teil ist der Naturpark extrem trocken.
Der teilweise kaum als solcher erkennbare Weg verlangt beim Fahren äußerste Konzentration uns lässt nur stellenweise gutes Vorankommen wie auf diesem Bild zu.
Der Río Lobos selbst ist im Westteil der Schlucht völlig ausgetrocknet und sein Bett nur durch die losen Steine erkennbar.
An der Cueva negra (Schwarze Höhle).
Einer der besseren Abschnitte des Weges...
Der teilweise sehr schlechte Weg ist eine Herausforderung für Mensch und Material und eigentlich nur mit mountainbike-ähnlichen Reiserädern befahrbar.
Die herrliche Natur entschädigt aber für alle Strapazen.
Endlich erreichen wir unser Zwischenziel: Am Ostende des Tals...
...trifft man auf die geheimnisvolle Templerkirche San Bartolomé.
Direkt gegenüber befinden sich schon zu prähistorischer Zeit bewohnte Höhlen in den riesigen Felswänden.
Wie stumme Wächter stehen diese beiden uralten Bäume vor der Kirche.
Einsame Templerkirche inmitten wilder Landschaft.
Mysteriöses Pentagramm in der Fensterosette von San Bartolomé.
Auch die vielen unterschiedlich gestalteten Kapitelle der Kirche...
...wirken seltsam.
Landschaft am Río Lobos, der im Ostteil des Naturparks sogar noch etwas Wasser führt.
Die Provinz Soria gehört zu den am dünnsten besiedelten Gebieten Westeuropas: Hier das verlassene Dorf Cubillos.
Gespenstische Stimmung in Cubillos.
Calle Mayor im verlassenen Cubillos...
Gruselstimmung in Cubillos.
Schließlich erreichen wir auf der Suche nach Unterkunft das pittoreske Örtchen Calatanyazor.
Hier könnte man ohne große Vorbereitung einen Mittelalterfilm drehen.
Detail
Unsere Unterkunft in einer wünderschönen Casa rural.
Typisches Fenster in Calatanyazor.
Am nächsten Tag: Die Weite der Meseta ist immer wieder beeindruckend.
Das kann aber einen Spanier nicht erschüttern!
In Almazán erreichen wir den Río Duero, im Mittelalter lange Zeit Kampflinie zwischen Christen und Arabern und noch heute ein burgengespicktes Gebiet, aber auch Ursprungsregion von in Deutschland wenig bekannten, exzellenten Rotweinen.
Beim Verlassen von Almazán erfahren wir die ganze Wucht der Natur, die in der Meseta herrscht: Orkanartiger Wind, der den aufgwirbelten Sand über karges Hochland peitscht. Wüssten wir es nicht besser, würden wir uns in Nordafrika wähnen.
Bis zum Horizont kein Haus....
Wie ein Adlerhorst thront Medinaceli über der gewaltigen Landschaft am Río Jalón.
Dafür kommen wir an unserem Etappenziel Medinaceli wieder in einer wunderschönen Casa rural unter.
Medinaceli - die Himmelsstadt, trägt ihren Namen gleich in mehrerer Hinsicht zu Recht....
...wegen ihrer schönen alten Bausubstanz, hier z.B. die Plaza Mayor...
...hübscher Details am Rande...
...die sich oft nur bei genauerem Hinsehen offenbaren...
....ihrer bewegten Vergangenheit wegen, hier der römische Bogen am Rande der Altstadt...
...aber auch wegen ihrer faszinierenden Aussicht auf das spanische Hochplateau aus 1200 m Höhe.
Alte Kapelle bei Medinaceli.
Hinter Medinaceli steigt die Straße auf eine total karge und trockene Hochfläche an.
Immer wieder ist das Auge von der Landschaft fasziniert und man muss unweigerlich einen Fotostopp einlegen.
Nur weiter unten in den Tälern ist in dieser Gegend Ackerbau rentabel.
Hier findet man sie, die ganze Palette der warmen Farbtöne dieser herben Landschaft.
Über einsame Landstraßen bewegen wir uns auf den Puerto de Maranchón (1250 m) zu.
Der orkanartige Wind und gute Straßenverhältnisse ließen mich zur Verbesserung meines persönlichen Geschwindigkeitsrekordes mit dem Fahrrad kommen.
Eine Reise durch Spanien ist auch immer ein Augenschmaus für Mittelalter-Fans: Hier die fantastische Burg von Molina de Aragón (Provinz Guadalajara).
Aus größerer Entfernung kann man noch in Ansätzen ihre frühere Ausdehnung erahnen.
Auch das ist Kastilien: aufgegebene Salinen in Pinilla de Molina.
Auf den einsamen Sträßchen lacht das Radlerherz.
Immer wieder steigt das Gelände an und fällt dann wieder stark ab - längere Flachstrecken gibt es kaum.
Auf den immer wieder zu besteigenden Höhen bietet sich dem Betrachter ein weiter Blick in die einsame Landschaft.
Landschaft des Alto Tajo.
Im Gebiet des Alto Tajo: herrliche Berglandschaft zum Wandern und Radfahren.
Zerklüftete Felsvorsprünge prägen das Gebiet.
Naturpark Alto Tajo.
Anstieg zum höchsten Pass der Reise in der Sierra de Albarracín: Wo Wasser ist, gibt es auch Bäume.
Die Sierra de Albarracín: Ein weiterer landschaftlicher Höhepunkt in der Kette spektkulärer Naturzonen.
Hier geht es zum Puerto de Orihuela, der kurz darauf aber eigentlich noch auf 1691 m ansteigt.
Gut, dass das GPS es besser weiß...
Kurz vor Erreichen von Albarracín fährt man durch eine spektakuläre Schlucht, in der sich die Felsen förmlich über einem zu schließen scheinen.
Die Hanglage Albarracíns hoch über den Hügeln der Schlucht des Río Gudalaviar ist schon nahezu bizarr.
Häuser in Albarracín.
Albarracín: Häuser, Felsen und Farben der Erde des Tals formen eine Einheit.
Bei genauerem Hinsehen gibt es immer wieder hübsche Details zu entdecken...
...die gute Fotomotive abgeben.
Details eines Hauses in Albarracín
Rundgang durch Albarracín.
In den engen Gassen von Albarracín.
Typische Gasse in Albarracín
Nächster Tag: Fahrt Richtung Teruel - man kommt auf eine kahle Hochfläche, die einen Blick in unendlich scheinende Weiten eröffnet.
Teruel, das mit schönen Mudéjarkirchen aufwarten kann, führt ein Aschenputteldasein und wirbt um Besucher.
Die gute Stube von Teruel, eine der kleinsten Provinzhauptstädte Spaniens im Süden Aragóns.
Auf der Fahrt nach Südwesten entlang des Río Turia kommt man vorübergehend in einen Teil der Comunidad Valencia hinein.
Die Altstadt von Ademuz.
Ademuz, Sicht auf die Altstadt.
Blick aus dem Fenster unseres Zimmers auf die Gasse in Ademuz.
Auf dem Weg Richtung Westen kommt man nach Verlassen von Ademuz auf eine herrliche Bergstraße.
Es geht mal wieder bergauf...
Landschaft bei Ademuz.
Natur pur prägt das Bild.
Eine herrliche Strecke zum Radeln.
Hinter Ademuz.
Wilder Westen Europas.
Kaum merkbar geht es nach dem letzten Pass (1000 m) hinab Richtung Mittelmeer - der starke Wind lässt ein schnelles Hinabrollen nicht zu.
Spätnachmittagsstimmung bei Chelva: Langsam werden die Berge flacher.
Mein Lastesel ließ mich wie gewohnt auch auf dieser Reise nicht im Stich.
Wir fahren aber nicht nach Valencia hinein, sondern wollen Richtung Cullera und schauen uns unterwegs im nördlich gelegenen riesigen Feuchtgebiet La Albufera um.
Die landwirtschaftlichen Gebiete von La Albufera sind vor allem durch riesige Reisfelder geprägt.
Hollywood am Mittelmeer
Ich freu' mich schon auf den Strand!
Von der Burg aus hat man einen Blick auf die Touristenhochburg Cullera. Der alte Ortskern ist rechts noch erkennbar.
Cullera, Altstadt.
Vorbereitung für den Heimflug - die Räder kamen so unbeschädigt an.
Auch dieses Rad war durch die Luftpolsterfolie gut vor Beschädigung geschützt.