Zum Start des Schuljahres, im März 2007 gab es zum ersten mal für alle Schulkinder eine Schultasche.
Dies ist vereinten Kräften zu verdanken: Das Schulprojekt wird in diesm Jahr nicht nur von den Spenderinnen und Spendern des Patuca e.V., der Deutschen Umwelthilfe und der Stadt Konstanz unterstützt, sondern auch
vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, von der Landesstiftung Baden-Württemberg und dem Lateinamerikazentrum Bonn. Ohne diese Unterstützung wäre es uns nicht möglich, heute fast doppelt so viele Schülerinnen und Schüler (2006: 150 Schüler, 2007: 250 Schüler) im Patuca-Projekt zu unterrichten und zustätzlich noch 2 neue Schulen aufzubauen.
Die Freude über den Bildungsrucksack, gefüllt mit Schulbüchern und Schreibmaterial für ein ganzes Schuljahr ist gross...
...nicht nur bei den Kleinen sondern auch bei ihren Eltern.
Zum Jahresende 2006 gab es im Patuca Nationalpark bereits 12 Schulen, 6 Baumschulen und 4 Umweltjugendgruppen.
Anfang 2007 erklärte sich eine Gruppe aus 30 Kleinbauern und Rinderzüchtern bereit, auf ihren Grundstücken Aufforstung zu starten - ein hoffnungsvoller Anfang für das ehrgeizige Ziel, schnellstmöglich 11.000 Bäume aufzuforsten, welches wir mit Unterstützung der Organisation Naturefund erreichen wollen.
Patuca e.V. finanziert jährliche Schulungen für Erwachse. In diesen Kursen lernen die Siedler viel über Ökologie, nachhaltigen Landkauf und den Sinn und Zweck von Wiederaufforstungen.
Angefangen hat alles auf unserer Modellfinca Matamoros, auf der heute noch laufend Baumsetzlinge aus Samen der heimischen Baumarten herangezüchtet werden. Hier begann...
... 2001 auch unser Baumpatenprojekt. Heute haben mehr als 300 Menschen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien eine persönliche Baumpatenschaft übernommen. Und die Zahl steigt stetig.
Möglich macht diese Arbeitserfolge vor allem unser Projektteam vor Ort. Sein Engagement ist vorbildlich, die Motivation ausserordentlich und der Arbeitseinsatz immens.
Auf dem langen Weg ins Projekt hat man den niedergemähten Regenwald vor Augen.
Menschen und Packtiere mühen sich ab um in die abgelegensten Winkel des Nationalpark Patuca zu gelangen.
Baumskelette stehen jetzt am Wegesrand wo einst üppiger Regenwald gedieh.
Frische Rodungen müssen auch heute noch immer in Kauf genommen werden. Der Weg zu einem nachhaltigen Leben und Wirken im Nationalpark Patuca ist lang.
Das schlimmste bei der langen Anreise in das grüne Herz Zentralamerikas ist die Hitze. Unerbittlich brennt die Sonne, trocknet Weideland, Erde und Bachläufe aus und bringt auch den menschlichen Organisamus an seine Grenzen.
Sobald die sich Waldfläche schiesst und der Flusslauf erreicht ist, wird das Klima spürbar angenehmer.
Das Projektteam ist auf das Einbaumkanu umgestiegen und hat nun einige gefährliche Stromschnellen zu überwinden.
Hier hat man vor Augen für was man sich engagiert. Es ist noch nicht zu spät. Noch kann der einzgartige Lebensraum von Jaguar, Tapir, Baumozelot, Regenbogentucan, Weisskopfäffchen und Ara Papagei erhalten bleiben!
Regenbogentucan. Auf der Modellfinca Matamoros findet er noch geeigneten Lebensraum.
Im Wald des Nationalpark Patuca verbirgt sich ein faszinierender Artenreichtum.
Der niedrige Wasserstand - auch eine Folge der Rodungen der letzten 20 Jahre - erfordert, dass das Boot immer wieder über flache Flusspassagen hinweggeschoben und gezogen werden muss. Eine mühsame Arbeit. Projektleiter Edgar wird auf seinem Arbeitsweg regelmässig klatschnass.
Wald - Wasser - Leben. Ohne Wald kein Wasser. Wir geniessen die Lebensfülle und saftige Energie dieses Ökosystems.
Regenwald - die Klimaanlage unserer Erde.
Wie gestalten wir unser Leben im Nationalpark nachhaltig? Welche Probleme gibt es uns und wie können wir sie gemeinsam meistern? Können wir voneinander lernen? Die Asociación Patuca bringt die Vertreter der 11 Partnergemeinden zusammen. Sie treffen sich erstmalig zu einem Informationsaustausch.
Die Mitarbeit der Frauen in allen Projektphasen ist uns ein grosses Anliegen. Das bedarf in der traditionellen Machogesellschaft Lateinamerikas sicher einiger Gewöhnung.
Überall am Fluss wird das Patuca-Team sehnlichst erwartet. Denn mit den Patuca-Mitarbeitern kommt neues Wissen, Bildung, medizinische Hilfe und Unterstützung zur Sicherung und Verbesserung der Existenz.
Für ihre herausragenden Leistungen erhielt die Asociación Patuca am 25. Juni 07 den nationalen Umweltpreis verliehen!
Die Medien berichteten ausführlich. Dies stärkt die junge Organisation gegen ihre hartnäckigen Widersacher, von denen einige bis heute zu behaupten wagen, die Asociación Patuca und ihre Arbeit sei ein Phantom!
Die Zeitung "El Heraldo" in der dieser Artikel erschien ist die wichtigste Zeitung des Landes. Wir freuen uns mit unseren Projektpartnern der Asociación Patuca in Honduras!
Diese Mädchen können dank Patuca e.V. und Asociación Patuca heute eine Schule besuchen.
Erwachsene und Kinder erwidern unseren Einsatz mit Vertrauen und konstruktiver Mitarbeit.
Patuca engagiert sich für den Regenwald und eine bessere Zukunft der Kinder in Zentralamerikas.
Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit! Mehr Aktuelles zum Patuca-Projekt gibt es hier: http://www.patuca.org/aktuell_news.php. Und hier gehts zur Spende oder Baumpatenschaft: http://www.patuca.org/php/spenden/inc/spenden.htm