Früh am Morgen starteten wir in Richtung Slowenien, um mit dem Pihalni Orkester in Gornja Radgona Geburtstag zu feiern. Gut vorbereitet und unterstützt vom Freundeskreis und der Stadt Bruchsal hoften wir auf spannende Tage.
Selbstverständlich musste nach Hellwerden gefrühstückt werden, unser Musiker-Busteam hatte für alle das passende dabei und vom Wetter ließen wir uns eh nicht beeinflussen,
der Bus bot ja auch Unterstandsmöglichkeiten an :)
Die letzten Überreste des ehemals so gefürchteten "Eisernen Vorhangs" fallen der Abrissbirne zum Opfer....
und dann waren wir auch schon bei unserm Hotel, den Terme Radenci angekommen.
Alt und neu - es bewegt sich einiges in den nun freien Ländern
Begrüßung durch den Geschäftsführer mit einem Glas Wein und erste Einführungen in die Wellnesslandschaft des Hauses ...
helle offene Flure
mit Blick auf die Quellen, die direkt beim Haus gefasst sind
und hier an die Oberfläche sprudeln
keine Frage, dass wir das zur Entspannung nutzen mussten!!
Das Verwöhnprogramm setzte sich fort, wir wurden rundum umsorgt.
Nach gutem Essen und bei hausgebrautem Bier stieg die Stimmung, die Liederbücher wurden ausgepackt
und der Predsednik (Präsident - so heissen hier alle Vorstände) griff in die Tasten seines Akkordeons.
Wichtiger Besichtigungspunkt am Samstag das neu ausgebaute Musikerheim unserer Gastgeber
die inzwischen noch viel älter sind, als es auf dem Wappen zu lesen ist.
Unser Dirigent ließ es sich nicht nehmen, den Arbeitsplatz seines Kollegen gleich sorgfältig in Augenschein zu nehmen,
der ihn dabei mit seiner Gattin beobachtete
Keine Frage, wir wurden wieder auf das Beste verwöhnt mit Speis und Trank
das ermöglichte den Austausch gleich viel entspannter - klar dass auch der Chef mal aufs Podium wollte
Und was es nicht alles zu bestaunen gab: wo fahren wir denn gleich hin?
Zum Auftritt im Seniorenstift, einer wunderschönen neuen Anlage mit einem akustisch sehr geeigneten Innenhof
Da fiel es uns leicht, eine Kostprobe aus dem Programm zu bieten
Begrüßung durch Bürgermeister Kampus
der mit den Offiziellen der Delegation unseren Klängen zuhörte
und noch Zeit für einen Kaffee fand.
Einspielen und Vorbereiten auf den Auftritt beim Festbankett, hier die kroatischen Gäste
und dann standen die 5 Orchester zur Begrüßung und Festeröffnung parat
Die Schilder wurden von der Volkstanzgruppe aus Gornja Radgona präsentiert, die sich auch am Programm mit ihren Vorträgen beteiligte.
Die Veranstaltung wurde in einer Messehalle abgehalten, zweckmässig aber ohne besondere Akustik
Unser Auftritt auf der Bühne - eine Festhalle/Konzerthaus steht noch auf der Wunschliste unserer Gastgeber,
Selbstverständlich hatten wir Gastgeschenke mitgebracht,
die wir an den Präsidenten Milan Klemencic und den Dirigenten Rudi Vulc übergeben.
Zum Abschluss drei Stücke von allen Orchestern gespielt: das brachte die Decke zum Wackeln
und dann spielten wir einfach weiter, 17 war angesagt ...
was die Kroaten sofort mit heißen Balkanrhythmen konterten
und - Musik kennt keine Grenzen - also spielten wir beide Freihandmusik
das war einfach Spitze ;)
Am Sonntag gings nach Negova
Ein Platzkonzert nach dem Gottesdienst war angesagt
Der Hausherr war sofort von unserer Musik begeistert
Alles festgehalten in Bild und Ton und selbstverständlich auch von Zuhörern
Klar, dass der Pfarrer Wünsche an uns hatte,
die wir natürlich mit und ohne Noten erfüllen konnten.
Seine Einladung in den Keller des Pfarrhauses untermalte er mit Oberkrainermusik aus allen verfügbaren Autolautsprechern
Und dann gings ins Allerheiligste
Frisch gekeltert, die Fässer glucksten zu seinen Erzählungen
denen wir selbstredend andächtig lauschten
Kultur gabs dann aber auch noch
das Schloß von Negova, das als großes Restaurierungsprojekt in Arbeit ist
Ansprechende neue Fassaden -
aber die Anlage ist bei weitem noch nicht fertig, so dass wir auch den frühen Zustand noch gut erkennen konnten.
Der Kräutergarten lud zur Besichtigung ein,
klar, dass sich die Fachleute da austauschten
und einer den Überblick behalten musste.
Mit einem kleinen Touristenzug gings nun über Land zur nächsten Station
es war eine durchaus lustige Fahrt durch die Weinberge
voller Vorfreude
auf das nächste Essen in einem sehr guten Landgasthof
Was kann man damit wohl eröffnen?
Richtig - einen Keller, DEN Keller in Gornja Radgona, die weithin bekannte Sektkellerei
Rüttelpult reihte sich an Rüttelpult
in jeder Nische liegt ein Jahrgang
und so kamen wir allmählich zum "Römischen Rad", das dem Keller seinen Namen gibt.
der zweite Keller, "Zum Wasserfall" wurde uns natürlich nicht vorenthalten, wir mussten ja auch noch das Ergebnis verkosten.
Und zum Abschluss gabs nochmal Musik -
badisch-slowenisch mit durchaus nicht üblichen Rhthmusinstrumenten, die auch hier paritätisch verteilt und gespielt wurden
Bei strahlendem Sonnenschein ein letzter Blick auf das Örtchen, in dem wir uns sehr gut aufgehoben wussten.
Über die Mur gings zurück nach Austria,
und jetzt bei Super-Sicht durch die Kärnter Alpen so langsam dem Kraichgau entgegen
nicht ohne Rast
es waren noch Vorräte an Bord
aber der Pfeil zeigt unweigerlich die Richtung an - wohlbehalten und um viele Eindrücke reicher sind wir nach vier Tagen wieder in Helmsheim gelandet. Großes Dankeschön an alle, die zum Gelingen beigetragen haben!