Bilder aus der Wüste von Nevada
Rosmarie wusste womit man mich zusätzlich motivieren konnte. Natürlich mit einer Pizza
Mein Zwillingsbruder war wie ich zum dritten Mal am RAAM
Eine Pizza, das war auch für mein Team etwas Besonderes
Es war sehr heiss in der Wüste von Nevada
In den Bergen hingegen fielen die Temperaturen zeitlich sogar unter null Grad
Irgendwo bei einer Timestation
Tedy nahm mir sogar die Last der Trinkflasche ab
Irgendwo da oben musste es wieder Berg ab gehen
Beny ist müde, kommt aber gut voran
Piero, wie all die Andern wollte er nur das Eine: Durchkommen egal ob in 10 oder in 11 Tagen
Tedy, mit ihm hatte ich abgemacht es in zehn Tagen zu schaffen
Die ständige Belastung auf den Unterarm hatte eine verherende Auswirkung
Auch wenn es zeitweise so ausah, langweilig wurde es niemandem
Alles in Reih und Glied wie es sich gehört
Ich brauchte mich nur hinzusetzen, alles Andere erledigte mir meine Crew
Manchmal blieb ihnen auch etwas Zeit fürs Andere
Corinne und Mario unterwegs im Gespräch mit einem Offiziellen
Beny gib ihm, das kommt gut, wir sind auf Kurs
Ich war hundemüde, hatte aber nur das eine Ziel: Annapolis in zehn Tagen zu erreichen
Vielleicht wäre es anders ausgegangen, wäre ich nicht die meiste Zeit, rechts auf dem rauen Strassenbelag gefahren
Ein Räämlär ist neben ständigem Treten auch immer am essen oder am trinken
Ab und zu kam es vor, dass wir auf Mitkonkurrenten auffuhren
Der Eine oder der Andere lief in steilen Aufstiegen fast immer mit
An diesem Ort war es Tedy. Auch er, wie alle andern gaben alles.
Kurze Zeit nachdem ich das Rennen aufgeben musste meinte Tedy zu mir: Und dabei wollte ich in den Palachen doch jeden Aufstieg neben dir hochlaufen
Piero und Tedy informieren mich über den bevorstehenden Zeitabschnitt
Bei der nächsten Station haben wir den höchsten Punkt auf 3`700 m ü M hinter uns
Tamara war ein richtiger Stelldichauf
Er meinte: Meine Zeit wird noch kommen wo du mich ganz nötig brauchst
Sie waren in jeder Hinsicht ein super Team, vor und hinter den Kulissen
Sie waren sich nicht nur im Aussehen ähnlich, auch charkterlich hatten sie einiges gemeinsam
Die Strassen hatten teilweise einen sehr rauhen Belag
Mein Zwilling, Er hatte von allen die grösste RAAM Erfahrung
Es war heiss und der Rollwiederstand war enorm hoch
Kann mich noch heute sehr gut an diese Überführung zurückerinnern. Rechts fort und dann gings 100 Km ab auf die Autobahn
Zu diesem Zeitpunkt lag die Temperatur unter null Grad
Hier auf 2`500 m ü M gings 120 Km im Gegenwind gerade aus zur nächsten Timestation
Sie ist Bescheiden und lieb. Im Rampenlicht stehen das mag sie nicht
Wenn es mir psychisch schlecht geht, kann nur sie allein mir wieder auf die Beine helfen
Meine Rosmarie war schon vor fünf Jahren mit dabei. Ein Rennen ohne sie würde ich niemals starten
Im nächsten Jahr wird Piero wieder am RAAM als Betreuer unterwegs sein. Ich wünsche ihm schon heute dabei viel Erfolg. Er hat ihn mehr als nur verdient
Tedy ist vierzehn Tage nach dem RAAM zusammen mit seiner Mariette für neun Monate nach China abgeflogen
Es kam vor, aber nur sehr selten das sie sich eine warme Mahlzeit gönnten
Typisch Amerikanisch
In der Zwischenzeit trafen auch Doris
und Dani in Amerika St. Louis ein
Was soll das mit den Zigaretten, hatten sie etwa Eine geraucht?
Also doch geraucht
Der Carlo, das gibts ja nicht. Wo war er denn bis jetzt als geknippst wurde
Der Tedy die lebende Wäschehänge
Für wen die wohl sein mag?
Etwa für mich
Am liebsten hätte ich mein Schatz auf dem Rücksitz mitgenommen
Die unendlich langen Geraden im Gegenwind waren die Hölle
Nur eine Halskrausel ermöglichte ihm eine Weiterfahrt. Später bei der Timestation 36 musste auch er das Rennen aufgeben
Zur Abwechslung fuhren wir auch wieder einmal durch bewohntes Gebiet
Musste bestimmt mehr als 100 Mal vom Rad und
anschliessend gings wieder weiter, immer in Richtung Osten
Was meinem Zwilling wohl so alles durch den Kopf ging. Hat er vielleicht sogar geahnt wie es ausgehen sollte?
In Oklahoma ging`s auf und ab wie auf einem Wellblech
Langsam aber sicher wurde auch Corinne müde, sie gab alles und noch viel mehr
Piero düftelt an einer Trinkflasche herum. Sie wollten mir das trinken mit möglichst wenig kraftverschleiss ermöglichen
Pieros Endprodukt. Von nun an hatte ich eine Plage weniger
denn die Flasche aus der Halterung zu ziehen, bereitete mir immer mehr und mehr Probleme
Sie fragte mich: Was denkst du? und ich sagte zu ihr: Wir schaffen es wieder, ich bin mir sicher, aber es wird noch sehr hart
Mach weiter so, es wird alles gut
Juhui, Doris und Dani erwarteten uns am Strassenrand
Das gibt`s ja nicht. Dani und Doris, sie sind es wirklich die mitten in der Nacht am Strassenrand auf uns warten
Für einen Augenblick musste ich absitzen. Zur Feier des Tages gönnten wir uns eine kurze Pause
Meiner Rosmarie fehlten die Worte. Obwohl wir alle wussten das sie kommen, waren wir sehr gerührt
Augenblicke die man im Leben nur sehr selten erlebt
Es waren Momente die ich wohl nie vergessen werde
Auf den ersten 2`000 Kilometer ging es oft Bergauf
Nach der Abfahrt folgte wieder eine unendlich scheinende Gerade
Hier war es Tedy
später war es mein Zwilling der neben mir her lief