Basilika Mariä Himmelfahrt in Esztergom. Das monumentale klassizistische Gotteshaus, rund 118 m lang und 48 m breit, wurde über einen Zeitraum von fast 50 Jahren (1822 bis 1869) errichtet. Es ist nicht nur die größte Kirche in Ungarn, sondern sie steht auch auf dem 4. Platz unter den großen sakralen Bauten Europas. Die Basilika erwartete uns mit der Überschrift "CAPUT MATER ET MAGISTRA ECCLESIARUM HUNGARIAE" über dem Timpanon, welcher von 8, jeweils 22 Meter hohen, Säulen getragen wird.
Unsere Reisegruppe vor dem impossanten Gotteshaus
Im Inneren der Kirche erwartete uns gleich eine Besonderheit: die Backócz-Kapelle, welche in 1600 Stücke zerlegt werden musste, damit man sie hier wieder aufbauen konnte. Die Grabkapelle von Thomas Bakócz ist die einzige Renaissancekapelle mit altem Altar aus dem 11.Jhdt. Die Kapelle selbst wurde 1506 - 1511 von italienischen Meistern geschaffen
Blick in die Basilika und die Mittelkuppel. Die 100 m hoch aufragende Mittelkuppel hat einen Durchmesser von 35 m. Das Altarbild bringt einen zum Erstaunen. Die Arbeit von Michelangelo Grigoletti ist das Größte, auf einer Leinwand gemalte, Altarbild der Welt.
Blick auf die Maria Valeria Brücke vom Dom aus. Die Brücke verbindet Ungarn mit der Slowakei. Die 1944 zerstörte Brücke nach Štúrovo wurde erst 2000/2001 wieder aufgebaut.
Auf unserer Weiterfahrt nach Eger gerieten wir auf der Autobahn bei Budapest in ein Unwetter mit sintflutartigem Regen und Hagelschloten, sodass wir zeitweise nur im Schritttempo fahren konnten.
Aber schließlich erreichten wir unser Ziel: das Hotel Villa Völgy in Eger. Die aus mehreren Gebäuden bestehende Hotelanlage liegt am Rande von Eger, in der Nähe des Tals der Schönen Frau, in einer 1,2 Hektar großen Parkanlage und verfügt nicht nur über gemütliche Zimmer, sondern auch eine tolle Wellness-Abteilung mit Schwimmbecken, Sauna, Fitnessraum etc.
Bei unserem Stadtrundgang am 2. Tag besuchten wir zuerst die Basilika von Eger, wo wir auch singen würden. Diese Kirche ist die 2. größte Kirche Ungarns. Sie wurde von 1831 - 1836 erbaut, ist inkl. der Säulenvorhalle (Portikus) 93 m lang, die innere Länge beträgt 80 m, die Breite ist 33,6 m, die Länge des Querschiffs 53 m.
Aniko, unsere Führerin, erzählte uns auch etwas über die Geschichte von Eger, die Basilika und das gegenüberliegende Lyzeums, erbaut 1765-85.
Betritt man das Innere der Basilika glaubt man sich in 2 Kirchen versetzt. Der Blick auf den Hochaltar zeigt die sogen. "St. Peter-Kathedrale zu Rom". Das Hochaltarbild, ein Werk des Wiener Malers Joseph Danhauser aus 1805 - 1845, zeigt das Martyrium des Evangelisten Johannes.
Der Blick Richtung Orgel zeigt die sogen. "Basilika von Eger". Die Orgel ist ein Werk des Salzburgers Ludwig von Mooser, gebaut von 1863-68. Die große Kuppel in der Mitte der Basilika hat einen Durchmesser von 18 m und einer Höhe von 40 m. Das Fresko ist von Viktor Tardos Krenner u. I. Takacs.
Der Dobó-István-Platz mit Blick Richtung Burg. In der Mitte des Hauptplatzes der Stadt steht das Standbild von István Dobó, dem Burghauptmanns, unter dessen Führung die Verteidigung der Stadt gegen die Türken gelang.
Die 3 Musketiere aus Wien, Gerti, Hermann und Ernst
Blick auf den Aufgang zur Burg
Der Eingang in die Kasematten
Reste der zerstörten Kathedrale
Blick auf die Stadt Eger. Links die gelben Türme der Franziskaner Kirche (auch Kirche der Mönche genannt), in der Mitte der Turm der Spekula-Sternwarte im Lyzeum (1776 eröffnet), daneben die Basilika, auf der rechten Seite Mitte die Türme der Minoritenkirche und ganz rechts die St. Bernhard-Kirche
Den Abend verbrachten wir in der Kulacs Csarda im Herzen des Tals der Schönen Frau.
Ein tolles Abendessen mit Weinverkostung in einem wunderschönen Weinkeller.
Auch original ungarische Zigeuner-Musik durfte nicht fehlen.
Gerti und Peter mit dem Diplom für die bestandene Weinprüfung.
Zum Schluss gaben wir noch einige Lieder zum Besten.
Noch ein Blick auf das Tal der Schönen Frau.
Samstag machten wir eine Fahrt in den Hortobágy Nationalpark. Der Hortobágy-Nationalpark (Hortobágyi Nemzeti Park) ist Ungarns erster und größter zusammenhängender Nationalpark. Er wurde am 1. Januar 1973 auf einem Gebiet von 52.000 Hektar gegründet und ist kontinuierlich auf 82.000 Hektar erweitert worden. 1999 wurde der Park in das Welterbe aufgenommen. Die Puszta von Hortobágy ist das größte und bekannteste mitteleuropäische Steppengebiet. Hier kommen 90 Prozent der einheimischen Vogelarten vor. Es sind seltene und streng geschützte Tierarten zu finden, wie beispielsweise Trappen, Rotfußfalken, Moorenten, verschiedene Reiherarten, Kormorane, Brachschwalben, Seeadler und im Herbst bis über 100.000 Kraniche.
Nach der 1 1/2-stündigen Fahrt mit Pferdewagen durch den Nationalpark, machten wir Mittagsrast in der Tuba Tanya. Im rund 100 Jahre alten Einödhof am Rande der Pusta können noch Gebrauchsgegenstände aus früheren Zeiten besichtigt werden. Ein typisch ungarisches Mahl wurde von einer ungarischen Volksmusikgruppe begleitet. Satt und müde machten wir uns auf den leider verregneten Rückweg.
Am Abend stand noch eine Verständigungsprobe mit dem Organisten in der Basilika zu Eger auf dem Programm. Zwischen 2 Hochzeiten hatten wir Zeit, uns mit den Verhältnissen in der Kirche vertraut zu machen.
Cindy hat uns noch in Wien das Plakat auf ungarisch übersetzt und die Plakate hingen zeitgerecht an den Kirchentüren.
Vor Beginn der Messe. Wir sangen - wie schon in Polen - die Deutsche Messe von Franz Schubert, ergänzt um das Ave Verum von Wolfgang Amadeus Mozart.
Unsere Sänger blickten frohgemut in die Kirche hinunter.
Nach der Messe, kurz vor der Abreise, gab es noch ein Foto unserer Reisegruppe vor dem Hochaltar der Basilika von Eger.
Trotz Regen und Wind machten wir noch planmäßig Halt in Schloss Gödöllö. Das Schloss liegt ca. 25 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Budapest in der Stadt Gödöllő. Das Schloss wurde im 18. Jahrhundert für den Grafen Antal Grassalkovich I. errichtet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es die bevorzugte Residenz der österreichischen Kaiserin und ungarischen Königin Elisabeth („Sisi“). Das Schloss ist – gemessen an der überbauten Grundfläche – der größte Barockpalast Ungarns.[
Plan der Schlossanlage
Das Wetter war auch nach unserem Aufenthalt in Gödöllö nicht besser und so fuhren wir bei strömenden Regen heim nach Wien. Eine schöne Reise in eine schöne Gegend war zu Ende. Aber die nächste Reise 2011 ist schon in Planung!