Was kreucht und fleucht denn da in NAMIBIA? Ein Blick auf die sonst weniger beachtete Tierwelt.
Die folgende Bilderserie soll ihnen einen kleinen Eindruck von den kleinen Tieren verschaffen, die sie vielleicht sehen werden. Oder die sie mit viel Glück doch sehen werden. Ein faszinierender Blick in eine andere Welt. Diese Zusammenstellung meiner Fotos – Ausnahmen gekennzeichnet – ist keinesfalls vollständig, sondern soll u.a. dazu dienen, mal genauer hinzusehen und sich an der ungeheuren Artenvielfalt Namibias Kleinsttierwelt zu erfreuen. Oder haben Sie etwa auch Angst vor Maikäfern???
Dieser kleine Wüstengeist ist in Wirklichkeit der Blütenstand einer Pflanze und erst bei genauem Betrachten als solcher zu erkennen. Er wird uns jetzt begleiten... Bis jetzt also noch keine Vorsicht.
Termiten sind höchst interessante Häuslebauer. Das Innere der Häuser offenbart ein perfektes Belüftungssystem, welches die im Dunkeln lebenden Termiten sofort nach Einbruch wieder in emsiger Dauerarbeit verschließen.
Sehr schön sind die wie polierten Gänge erkennbar.
Wer genau hinsieht, entdeckt einen geschickt getarnten blauen Käfer.
Tief in Inneren des Termitenbaues unter der Erdoberfläche lebt die Termitenkönigin. Sie ist bewegungsunfähig und ist durch permanentes Eierlegen für das Fortbestehen des Termitenstammes verantwortlich. Bis zu ihr sich durchzuschaufeln ist ein stundenlanges mühsames Unterfangen.
Vor Termiten ist nichts sicher. Sie fressen sich sogar durch den Beton wie hier in der Küche und bilden einen kleinen Bau. Termiten sind für Menschen absolut harmlos.
Zur Regenzeit wachsen aus bestimmten Termitenbauten die köstlichen OMAJOWA-Pilze.
Bernhard hat sich ein großes Exemplar gesichert.
Bis zu 20 cm lang wird der Tausendfüßler.
Ein völlig harmloser Geselle!!!
Spinnen sollte man nicht anfassen, aber sie sind selten anzutreffen.
Nicht selten anzutreffen sind die Landschildkröten. Ein Halt lohnt sich immer um sie zu beobachten.
Vorsicht beim Hochheben; das Hinterteil der Schildkröte immer weg vom Körper, denn wenn sie pinkelt, ist der stinkende Urin schlecht wieder aus der Kleidung zu entfernen.
Die Bauchseite zeigt oft erstaunliche Gesichter.
Die Wasserschildkröte ist ein sehr flinker Wasserbewohner und äußerst scheu. Langsam und lautlos anpirschen.
Eine etwas üble Truppe bilden die diversen Skorpione. Schuhe nie draußen stehen lassen, sie könnten bevölkert werden.
Ein Skorpionstich ist für den gesunden Menschen nicht gefährlich aber schmerzhaft.
Der Totstellkäfer: er rennt lange fort und stellt sich dann tot!
Nicht ganz jugendfrei, aber hochinteressant: Hier buddeln sich 2 Klopf-Klopf-käfer aufeinander mit rasanter Geschwindigkeit ein.
Schmetterlinge kommen in einer Vielzahl vor und bilden immer ein gutes Motiv.
In Bäumen mit großen Webervogelnestern leben oft Schlangen; wie hier die grüne Baumschlange. Wer sie nicht ärgert hat nichts von ihr zu befürchten. Sonst ist sie tödlich giftig.
Schlangen sind faszinierende Tiere; nur mit sehr viel Glück kann man sie in Anblick bekommen.
Solche Aufnahmen allerdings sind nur mit dem großen Teleobjektiv zu schießen.
Welch gefräßigen und gefährlichen Urwelt-Echsen kriechen da herum?
Es sind die millionenfach auftretenden MOPANE-Würmer, welche die Mopanebäume (Laubbäume) bevölkern. Ebenso ungefährliche Vertreter. Für die farbigen Einwohner sind sie eine besondere Delikatesse. Ausgedrückt und getrocknet schmecken sie gar nicht mal so schlecht. Na ja.
Zur Regenzeit findet man in der Nähe von Wasser keine Nachtruhe. Die tief in der Erde vergrabenen Ochsenfrösche sind wach geworden und feiern lautstark Hochzeit.
Auch sie stellen für die eingeborene Landbevölkerung eine Delikatesse dar. Aber Vorsicht beim Fangen; Ochsenfrösche haben Kraft und können fest zubeißen.
Gaaanz großes Glück: eine schwarze Mamba quert flott den Weg. Sie ist zwar nicht angriffslustig aber trotzdem im Wagen sitzen oder ruhig stehen bleiben. Dies ist noch ein mittelgroßes Exemplar.
Sie ist jetzt böse. Erkennbar am aufgeblasenem Vorderhals.
Gefährliche Tiere wie hier die Schwarze Mamba beobachtet man am besten im Zoo. Oft ist viel Geduld erforderlich sie in Bewegung zu sehen, denn Schlangen verbringen den größten Teil ihres Lebens im Schlaf. Diese Mamba ist aber schon aktiv…
Durch eine wohltuend dicke Glasscheibe läßt sich ein interessanter Kontakt aufnehmen.
Wenn viele Vögel aufgeregt zwitschern ist fast immer eine Schlange der Grund. Hier möchte gerade eine (wahrscheinlich) Kobra aus einem Erdloch kriechen. Das Aufsetzen der Sohlen bei der Annäherung vertreibt die Schlange allerdings schnell wieder in das Erdreich. Aber NIE in eine Erdhöhle greifen!
Lauter Vogellärm deutet oft auf eine Schlange hin. Diese Kleine Python ist völlig ungefährlich und hat sicherlich mehr Angst vor uns als wir vor ihr. Sie verdrückt sich kaum erkennbar in einem dicken Blattverhau.
Nicht tödlich giftig, aber in ihrem Beißverhalten unkontrolliert ist die Puffotter. Sie liegt träge und faul irgendwo herum und kann nur auf kurze Entfernung gefährlich werden.
Zu bestimmten Jahreszeiten treten milliardenfach die ekelhaft wirkenden DICKPENSE auf. Die ganze Landschaft scheint von Ihnen bevölkert und selbst Autos rutschen beim Bremsen auf den vielen Käfern aus. Aber sie bieten vielen Tieren einen willkommenen Fraß.
Es ist unvorstellbar, woher in so kurzer Zeit diese Menge Käfer heranwächst. Ein Wunder der Natur.
Hier ein noch junges Exemplar dieser im Makro urweltlichen Käfer. Dabei sind sie ebenfalls total harmlos für den Menschen. Am Ende ihres kurzen Lebens fressen sie sich selber auf.
Was sich hier wohl abspielen mag?
Sind es nicht galaktische Ungeheuer? Links ein DICKPENS von hinten; eine sehr unbekannte Perspektive.
Die furchtbare Gottesanbeterin ist nur in ihrem Beuteschema gefährlich.
Jetzt wird es allerdings ungemütlich; die Buschpolizei reagiert bei Störung ausgesprochen unfreundlich…
Sie ist oft anzutreffen, reagiert allerdings erst bei hastigen Bewegungen oder in der Nähe ihrer Waben aggressiv. Die Stiche können sehr schmerzhaft wie bei einem Wespenstich sein.
Mit ein wenig Glück und guter Beobachtungsgabe entdeckt man zuweilen ein Chamäleon. Gleich anhalten und sich in ihr Licht stellen. Sie wechseln tatsächlich rasch ihre Farbe.
Nicht bange werden; keine Gefahr!
Auch diese vorsintflutartige Echsen (?) sind vollständig harmlos, nur die farbigen Einwohner haben historische Angst vor ihnen.
Mit dem Tele gelingt auf das Chamäleon manch guter Schnappschuss.
Harmlose Eidechsen sind an allen größeren Steinformationen anzutreffen.
Erstaunlich ist immer wieder die Farbenvielfalt; man muss nur auf den geeigneten Moment für eine gute Aufnahme warten.
Diese kleine Echse ist ein Wunder an Geschwindigkeit und Fähigkeit des Einbuddelns im heißen Sand.
Wenn es abends am Lagerfeuer brummt, dann kommen die „doppelten“ Maikäfer angebraust. Keine Panik, die sind absolut harmlos, klingen nur anders.
Echt gefährlich wirken die über einen Meter langen Warane, die aber keinem Menschen was zu Leibe tun. Sie sind spezialisiert auf Hühnereiklau und damit auf den Farmen nicht gerade beliebt
Bei ihrem sehr seltenen Anblick keine Panik entwickeln; die Urweltechsen sind friedliche Freunde.
Ein unbekanntes Flugobjekt.
Die bekannten Geckos gibt auch in Namibia. Sehr nützliche Insektenfänger!
Der Nashornkäfer ist ein friedlicher Brummer ...
... der sein Horn nach oben verschieben und in eine Aussparung einfügen kann.
Am Swimmingpool sind diese sphärischen Libellen oft zu beobachten.
Heuschrecken muss man suchen; sie bestechen durch ihre wunderbare Farbgestaltung.
Ein anderes „Raubtier“ am Padrand ist mit dem Makroobjektiv formatfüllend abgebildet: die Heuschrecke.
Sieht die nicht aus wie ein YEDI-Ritter?
Wunder der Natur…
Diese labt sich an den Buschmannsrosinen.
Und zum Schluss ein langsamer Ritt auf dem rostigen Draht.
Ich hoffe, Ihnen hat dieser kleine und dennoch völlig unvollständige Ausflug in die kleine Tierwelt gefallen. Schauen Sie ab und zu mal rein bei: www.ombambi.de