HEIA CAMPARI Eine Namibiareise April/Mai 2010 mit Bernd Grumblies
Die Reise beginnt im kleinen gepflegten Park hinter der Christuskirche in Windhuk.
Die Christuskirche mal von der anderen Seite.
Am Platz des Baggers stand bis kürzlich das berühmte Denkmal des Reiters von Süd-West. Es ist nun versetzt rechts im Hintergrund zu sehen. Das neue Bauwerk soll das namibianische Landesmuseum werden.
Das Denkmal leider ist ziemlich zugebaut …
Aber es gibt eine Stelle wo der Reiter gut zu betrachten ist.
Die Hauptstadt Windhuk ist eine moderne Metropole, wo sich ALT und NEU passabel ergänzen.
Im Herzen pflegen die alten Deutschen tapfer ihre Traditionen. Ich gerate gleich am ersten Tag in den Karneval.
Kamelle, de Prinz kütt…
Erstaunlich ist die große Zahl der mitwirkenden Jugendlichen und Kinder.
Mitgefangen und mitgehangen…
Ohne Worte. … aber ein herrlicher Nachmittag.
Meine Stammfarm OUTENIQUA ist nach 2 Stunden Fahrt erreicht.
Ein zauberhafter Sonnenuntergang entschädigt für den langen Flug.
Nächtliche Gewitter im Busch sind ein unheimliches, lautstarkes Erlebnis.
Entsprechend neblig-trüb erscheint der junge Morgen; es ist schon ziemlich kühl.
Mit höher steigender Sonne wird es gleich wärmer. Zu entdecken gibt es eine der urigen Schildkröten.
Vielerlei bunte und gescheckte Rinder streifen im Busch umher. Sie sind speckfett, weil die Weide nach dem guten Regen hoch steht.
Zur Fleischgewinnung wird natürlich gejagt. Ein Kudubulle mit abgebrochenem Horn ist bald erlegt.
Eine Institution auf Outeniqua ist Bernhard. Er ist ein waschechter Damara, spricht brauchbar deutsch und als gute Seele immer mit von der Partie.
Der Viehwächterposten; hier lebt es sich bei deutlich reduzierten Ansprüchen ganz ordentlich…
Ein Abend an einer Wasserstelle ist immer ein aufregendes Erlebnis. Dieser junge Kudu steht keine 10m hinter mir…
Die dicken Warzenschweinkeiler kommen erst bei tiefer Dämmerung. Fototechnisch zu überlisten mit Tele und einer sehr hohen ISO-Zahl. Daher auch die verringerte Bildqualität aber die Stimmung ist gut eingefangen.
Ein mächtiger Brocken…
Fast im Dunkeln kommt dieser Urian an`s Wasser.
Ein mittelalter Bursche hat Wind bekommen und stapft tropfend fort.
Die erste Reise führt in das wildromantische Erongogebirge auf die Farm Kuduberg.
Reinhard und Stephanie Mosich leben auf dieser Farm fast am Ende der Welt.
Kuduberg ist ein Kleinod der Ruhe und Abgeschiedenheit. Im Morgengrauen geht`s die Berge hoch.
Überall ruft der Berg mit steilen und schroffen Felsen…
Stephanie ist wie Reinhard Jagdführerin und weiß wo es lang geht.
Mit Reinhard geht es auf Bergzebra, dessen Wildpret ganz hervorragend mundet.
Es ist heiß hier oben und der Weg weit und steinig.
Aber die Landschaft entschädigt für die Strapazen.
Na, was ist mit Euch? Wollt Ihr schon schlappmachen???
Aber nein, das lang ersehnte Bergzebra ist zur Strecke gekommen.
Abends wird im Kreise der lustigen Familie gefeiert. Schade, die Abreise steht kurz bevor. Kuduberg ist eine sehr gute Adresse für Urlaub abseits aller Wege.
ETOSHA ruft, am südlichen Tor sind sehr farbenprächtige Schnitzereien zum Kauf angeboten.
Es hatte stark geregnet und Teile der eigentlichen Etoscha-Pfanne stehen noch unter Wasser.
Auffallend am Wegrand: ein Gleitaar mit kirschroten Augen.
Zunächst kommt kaum Wild in Anblick, dann aber sind große Herden zu sehen.
Mama Springbock schaut interessiert herüber.
Die kleinen Teufelchen sind bald groß.
Der Springbockchef ruht sich im satten Gras gemächlich aus.
Eine seltene Aufnahme: die sich aufplusternde Trappe vor einem Springbock.
Der Straußenhahn ist - an den roten Beine erkennbar - in der Balz. Jetzt reagiert er äußerst aggressiv
Mutter Strauß zeigt sich in stolzer Pracht.
Überall streifen Elefanten herum und „schuppern“ alte Termitenhügel rund.
Mit Glück erwischen wir einen eiligen Dickhäuter, denn sie sind nach der Regenzeit oftmals im dicken Busch verschwunden.
Plötzlich auf der Pad: wer greift da wen an?? Oder haben beide Respekt voreinander?
Dem Greif wird es wohl zu unsicher.
Der Greif ist ein Weißbürzelsinghabicht im Jugendkleid.
Der ausgewachsene Weißbürzelsinghabicht sieht bedeutend schöner aus.
Das alte Fort Namutoni ist nach 140 km endlich erreicht. Hier hat sich viel getan; alle Wege verlaufen auf hochgelegten Bohlenpfaden.
Bei den irren Preisen aber auch wegen des naturnahen Erlebnisses ist Camping angesagt.
Das Fort bei Nacht mit 6400 ISO aufgenommen, nicht perfekt aber stimmungsvoll.
Im Fort ist Übernachtung nicht mehr möglich; hier ist jetzt die Restauration untergebracht.
Das afrikanische Restaurant.
An dieser Bar ist gut bechern.
Der saubere Poolbereich lädt wie immer zu einer kleinen Siesta ein.
Abends brummt ein mir unbekannter Nashornkäfer(?) heran, der sein Horn nach oben verschieben und in eine Aussparung einfügen kann.
Morgens ein Abstecher in den westlichen Teil des Parks zum Märchenwald. Hier stehen noch vereinzelte und gegen Elefanten geschützte Köcherbäume.
Immer im Doppelpack anzutreffen: die majestätisch schreitenden Sekretäre.
Im Wind fächert seine Krone.
Erst wenn man ganz dicht dran ist, fliegt der flugfaule Bursche auf; argwöhnisch zurück blickend.
Ganz großes Glück: Gepard - zufällig im Unterholz entdeckt.
Mit einem guten Tele nahe heranholen bringt scharfe Detailbilder.
Und mit einem Blitz der Spitzenklasse noch gut aufgehellt.
Ein anderes „Raubtier“ am Padrand ist mit dem Makroobjektiv formatfüllend abgebildet: die Heuschrecke.
Zur Wildbeobachtung im Busch bedarf es guter Augen. Was ist denn dort zu sehen?
Richtig, eine der stämmigen Oryxantilopen.
Zebras sind bald "satt" zu sehen.
Durst ist schlimm, aber Mama ist nicht weit.
Die Narben zeigen es: dieses Zebra war einer Löwenattacke glücklich entronnen.
Junge Burschen sind wie überall auf der Welt rauflustig.
Erstaunlich große Zebraherden kommen in Anblick; ein eindeutig zu hoher Bestand.
Einbahnstraße auf dem Dik Dik Drive und da geschieht es.
Stetig trottet ein großer Elefantenbulle auf das Fahrzeug zu. Aber er dreht so 10 m vor dem Auto ab. Elefanten sind hier sehr friedfertig, aber immer ist größte Vorsicht geboten.
Winzig dagegen mit knapp 10 Kg ist das Blauböckchen oder Damara Dik Dik: kaum zu sehen.
Abendstille am Wasserloch „Klein Namutoni“ und es ist ein Erlebnis , den Dickhäutern bei der abendlichen Tränke zuzusehen.
Schade, gerade dieses Bild ist unscharf…
Alles geht gemächlich zur Sache.
Dieser Schildrabe ist auf „Lekkers“ aus.
„Fisher`s Pan“ an der Ostseite des Parks steht unter Wasser.
„TWEE Palmes“ ist immer gut für Nashörner, aber die stecken jetzt noch tief im Busch.
Das ist ein Vertreter der morgendlichen Krawalltruppe: das Rotschnabelfrankolin.
Der nicht so häufige Rotschnabeltoko.
Die Kronenkiebitze sind überall anzutreffen.
Gestreng blickt das Perlhuhn herüber.
Endlich Elefanten an der Suhle.
Wupp, rein in den Schlamm. Das tut unendlich gut.
Hoppla, jetzt hat er uns spitzbekommen. Das Auto steht genau auf dem Wechsel und der Wind steht auf den jungen Bullen zu.
Das ist zu viel, er will sich dem Störenfried widmen. Da heißt es schleunigst weg.
Noch putzt sich die farbenprächtige Gabelracke friedlich.
Was kommt denn da so dicht heran?
Bloß weg im eleganten Schwung; da kommt der Fotograf nicht mit…
…und ab durch die Lüfte.
Wenn die Sonne längere Schatten wirft, sind die Farben leuchtender. Doch es fehlt noch etwas in Etosha:
Ein völlig unerwarteter Anblick der sehr seltenen und scheuen Leoparden.
Der gewaltige Marabu verabschiedet uns mit einer tiefen Verbeugung aus dem wie immer traumhaften Aufenthalt in ETOSHA.
Ein gutes Glas Rotwein und in Stille den Abend genießen.
Es steht noch ein Ausflug bevor. Über die Andonifläche in das Ovamboland.
Ein Bad an einer immer sprudelnden Wasserquelle spendet ein Erfrischung.
Diese kleine aufstrebende Ortschaft besuche ich schon seit Jahren.
Aber auch hier sieht man den Zugriff der Zivilisation: Chinesen kaufen und bauen alles im Land. In wenigen Jahren hat China Namibia im Würgegriff!
Hier parke ich mein Auto unter Aufsicht; es geschieht nichts.
Der kleine Markt ist eine Sehenswürdigkeit für uns Europäer.
Das schwarze Alltagsleben im "Supermarkt"!
Rasur gefällig???
Oder verspürt jemand Hunger nach gegrilltem Hammelkopf?
Diese in Fett ausgebackenen Mahangobällchen schmecken dagegen bestens!
Getrockneter Feldsalat oder dahinter Mopanewürmer sind nicht jedermanns Sache.
Auch dieser aus Walfishbay stammende Fisch wird den Magen zum Umdrehen zwingen.
Alle Arbeiten werden auf dem Markt von Frauen erledigt.
Absolute Köstlichkeit: Wüstentrüffel aus der Kalahari.
Auch eine reiche Afrikanerin kauft hier ein.
Der Friedhof spricht Bände…
Ein junger Ovambo nimmt uns mit in den Kral seiner Großmutter; hier ist vieles noch so wie vor 100 Jahren.
So der Aufbewahrungsort für die Ernte.
Gekocht wird traditionell draußen.
Die Oma spielt im Leben der Ovambo eine ganz wichtige Rolle.
Weiter an die Küste nach Swakopmund. Quartier ist in den Ferienwohnungen der Stadtverwaltung.
Für ein Bad ist der Südatlantik allerdings deutlich zu kalt.
Die schon bis zu Hälfte renovierte Seebrücke ist weiter ausgebaut. Am Ende entsteht ein neues Restaurant.
Endlich schaffe ich es zu einer Wüstentour in die Dünen zwischen Swakopmund und Walfishbay.
Das nenne ich großes Glück. Der Führer ist ein Enkel des Diamantenentdeckers Stauch!
Unauffällige Büsche habe ich bislang übersehen: man muss nur genau hinsehen…
Der stark blühende Bleistiftbusch.
Der Totstellkäfer: er rennt lange fort und stellt sich dann tot!
Nicht ganz jugendfrei, aber hochinteressant: Hier buddeln sich 2 Klopf-Klopfkäfer aufeinander mit rasanter Geschwindigkeit ein.
Die kleine Echse ist ein Wunder an Geschwindigkeit und Fähigkeit des Einbuddelns im heißen Sand.
Auch geschichtlich Interessantes gibt es zu sehen. Diese Eisenbahn wurde Ende der 50er Jahre gebaut und bald danach wieder aufgegeben. Hier die Restteile.
Wie lange sollte hier wohl eine geregelte Zugverbindung bestehen?
Verrostete Eisenbügel liegen überall herum.
Der dickblätterige Talerbusch kann ausgepresst werden. Der Saft schmeckt angenehm säuerlich!
Der Narabusch sieht aus wie altes Gestrüpp, bringt aber die essbaren Narafrüchte hervor.
Eine ausgetrocknete Fruchtschale vom Narabusch.
Der Wind hatte stark zugenommen und die Tour ging ins Swakoptal.
Ein eindrucksvolle Gebäude steht am Rand der trostlosen „Mondlandschaft“.
Die Mondlandschaft.
Ein Abstecher zu den klingenden Steinen ist obligatorisch: hier tönt Granit!
Hier ist wirklich Hitze angesagt.
Wieder in Omaruru. Ein Besuch auf der Kasana-Lodge, wo Anette Meyer ein kleines, aber sehr feines Juweliergeschäft betreibt ( siehe auch Schatztruhe: www.ombambi.de/schatztruhe.htm ).
Ring aus Silber mit Giraffenhaar.
Armreif aus Silber mit Giraffenhaar.
Silbercollier mit Giraffenhaar. Alle Exponate natürlich selbst entworfen und gefertigt.
Ganz wichtig ist selbstverständlich der Besuch der Kristall Kellerei in Omaruru.
Hier werden aus namibianischen Anbau vor Ort recht ordentliche Weine und hervorragende Brände erzeugt.
Zu eine Weinprobe mit abschließenden NAPPA reicht es immer.
Vatertag 2009 durften wir schon als erste den 2009 Colombard verkosten.
Nun ist er auf dem kleinen Markt erhältlich. Die Produktion ist ja nur sehr überschaubar.
In Okahandja ist der Besuch der Holzschnitzermärkte unverzichtbar.
Leider werden oftmals gute Bäume einfach gefällt und daraus dann ein Exponat gefertigt.
Die Suche nach den berühmten Herero-Häuptlingsgräbern gestaltet sich aufwendig. Das Hinweisschild zeigt in die falsche Richtung. Gewollt?
Doch hinter einer versteckten Palmenallee und inmitten völlig verkommener und verfallenen Gebäude finden wir sie. Das ist das berühmte „Grabmal...“
Der Abend naht und damit auch das Ende dieser Reise…
Vielen Dank für das Betrachten der Bilder. „HEIA CAMPARI“ ...und der Bart ist ab. Besuchen Sie meine Internetseite www.ombambi.de