Ulmenimpfung Mai 2008 Bergulme in Wulm
Die erste geimpfte Ulme in der diesjährigen Kampagne war die Bergulme an der ehemaligen Haltestelle der Kleinbahn in Wulm. Am Baum wurde letztes Jahr ein deutlich befallener Starkast bis in das augenscheinlich intakte Holz entfernt. Aktuell waren keine Befallsanzeichen erkennbar, der Baum erscheint gesund. Mit der Impfung soll eine Re-infektion verhindert werden. Das Restrisiko einer noch latent vorhandenen versteckten Infektion kann erst nach Abschluss der Vegetationsperiode ausgeschlossen werden.
Herr Lars Bräuer bei der Impfung der Ulme im Beisein des Baumbesitzers und der Sachbearbeiterin für Naturdenkmale des Umweltamtes Landkreis Zwickauer Land, Frau Vollstädt
Die Bergulme in Niedermülsen als zweite geimpfte Ulme des Jahres 2008. Bei einer Vorprüfung auf Befall in 2007 wurden einige abgestorbene Schwachäste gefunden, an denen augenscheinlich ein frischer Befall durch die Ulmenkrankheit feststellbar war. Die betroffenen Zweige wurden entfernt, im Frühjahr 2008 wurden keine besonderen Auffälligkeiten vorgefunden.
Impfung der Ulme in Niedermülsen
Die beiden Bergulmen in Stangendorf
Abgestorbene Feinäste in der Oberkrone
Leicht verlichtete Belaubung an Feinästen in der Kronenmitte
Blick auf die Baumgruppe von Süden
Junge Ulmen in der unmittelbaren Nachbarschaft der Naturdenkmäler. Diese können als "Sprungbrett" für den Ulmensplintkäfer dienen. Bei künftige Kontrollen ist daher auch das Umfeld der Altbäume mit einzubeziehen.
Die drei Bergulmen des ND "3 Ulmen an der ehemaligen Haltestelle der Kleinbahn" Mülsen St. Micheln von Süden. Alle bisher gezeigten Ulmen wurden um 1885 bei der Anlage der Kleinbahntrasse als gestalterisches und markierendes Element an den Haltepunkten gepflanzt.
Die Kronen der Ulmengruppe sind etwas lichter als bei den vorher besuchten Ulmen des Mülsengrundes. Bei einer Untersuchung der Bäume auf Krankheitsbefall in 2007 konnte anhand der entnommenen Zweigproben ein Befall mit der Ulmenkrankheit nicht bestätigt werden.
Abgestorbenen Feinäste im oberen Kronenbereich von Baum Nr. 2 und 3, Blick von Norden.
Detailansicht der Belaubung von Baum Nr. 1 der Ulmengruppe
Die Bergulme in Niederwiesa, Landkreis Freiberg erscheint auch dieses Jahr in einem gesunden Zustand
Vergleich: die Bergulme in Niederwiesa in 2007
Einige abgestorbene Feinäste im Kroneninneren
auch hier finden sich im unmittelbaren Umfeld junge Ulmen, als mögliche Anflugstellen für den Ulmensplintkäfer
Die Kontrolle dieser Bäume im Umfeld ist sehr wichtig und darf, natürlich neben der Kontrolle des zu erhaltenden Altbaumes, nicht vernachlässigt werden
befallene Ulmen im Umfeld der Lotterhof- Ulme in Augustusburg
Die Bergulme am Lotterhof in Augustusburg. Gegenüber dem Jahr 2007 zeigt der Baum keine Veränderung in seiner Vitalität. Bei dem anstehenden hohen Befallsdruck aus der Umgebung scheint die Schutzimpfung mit DutchTrig der wesentliche Faktor für die Intaktheit des Baumes zu sein.
Vergleich: die Bergulme am Lotterhof in Augustusburg im Jahre 2007
auch hier sind in der Krone einige, allerdings bereits mehrere Jahre alte, abgestorbenen Feinäste vorzufinden
Lars Bräuer bei der diesjährigen Schutzimpfung der Lotterhofulme mit DutchTrig
Die Bergulme in Eppendorf in frischem Austrieb
Bergulme in Eppendorf im Jahre 2007
Die Bergulme in Kleinhartmannsdorf
Vergleich: die Ulme in Kleinhartmannsdorf im Jahre 2007
Detailansicht der Krone
An dieser Ulme wurde im Spätwinter 2008 eine statisch notwendige Kroneneinkürzung durchgeführt
Ansicht der Oberkrone, hier wurde eine Einkürzung um etwa 15 - 20 % durchgeführt
abgestorbene Triebe im Feinastbereich
älteres Totholz im Kroneninneren
Auch diese kleine Trauerulme auf einem Privatgrundstück wurde beimpft
ebenso diese etwa 150 Jahre alte Bergulme auf privatem Grund in Schönfeld
die Basis des mächtigen Stammes weist einige Bereiche mit abgestorbener Rinde und Splintholz auf, nicht untypisch für die Stämme älterer Ulmen
Hendrik Wagler bei der Impfung des Baumes mit DutchTrig
Heiko Obst beim Ausschnitt von Totholz aus der Krone, dieses zeigte keine Anzeichen eines Befalles durch die Ulmenkrankheit
Die Herrenhof- Ulme in Erla im Frühjahr 2008
Ansicht der Bergulme (Herrenhof- Ulme) in Erla in 2007
Befallene Jungulme am Wegesrand, solche eher unscheinbaren Bäumchen sind wesentlich für die Verbreitung des Ulmensplintkäfers in der Landschaft verantwortlich. Auch auf den Bestand an jüngeren Ulmen ist daher bei den Kontrollgängen zu achten.