Für alle, die an unserer Reise nach Spanien teilhaben wollen, folgt an dieser Stelle eine Diashow unserer Tour. Bepackt mit Zelt, Schlafsack und Kochern fuhren wir in acht Wochen einmal quer durch Spanien. Start war am 23.03 in Faro (Portugal), das Ziel Girona. Während dieser Tour haben wir ein sehr abwechslungsreiches Spanien erlebt: Abwechslunbgsreiche Landschaften, viele Berge, kulturreiche Städte, Osterprozessionen, Wetterkapriolen und nette hilfsbereite Einheimische. Südspanien ist allemal eine Reise wert, vor allem im Frühling, wenn selbst die Wüste blüht. Man sollte sich jedoch, abgesehen von Städten wie Sevilla, Granada oder Barcelona, lieber abseits der Touristenrouten aufhalten, den dort ist Spanien eindeutig am schönsten und sehr authentisch. Viel Spaß!
Routenverlauf unserer Tour. Bedeutungsvolle Städte sind weiß, bedeutungsvolle Regionen blau dargestellt.
Anflug auf Faro am 23.03.2010 (Portugal)
Das vorbereiten der Räder dauert seine Zeit. Auch wird es eine Weile dauern, bis System in die Packordnung kommt.
Nach über einer Stunde ist alles verstaut und abfahrbereit.
Endlich geht der Urlaub los. Gerade noch im kalten Deutschland, vier Stunden später bei warmen 20°C am Atlantik in Faro.
Kurzer Besuch der Stadt Faro. Der Storch auf dem Dach ist der erste von unzähligen Störchen, die wir noch sehen werden.
Das Aufbauen der Zelte bereitet noch einige Schwierigkeiten. Camping in Olhao (Portugal).
Weiterfahrt Richtung Spanien (N-125) In Klammern die Straßennamen zur Nachverfolgung der Route.
Lagunenlandschaft in Portugal.
Nach knapp 60 km erreichen wir Villa Real de Santo António. Spanien erwartet uns.
Die Fähre über den Rio Guadiana verbindet Villa Real (Portugal) mit Ayamonte (Spanien)
Impressionen
Ein letzter Blick auf den Atlantik bevor es Richtung Norden ins Landesinnere geht. Unser erstes Ziel ist Minas de Riotinto, etwa 120 km nordöstlich von Ayamonte.
Durchfahrt durch Villablanca. Die wenigen Dörfer sind hübsch, aber man bekommt kaum Menschen zu Gesicht. (A-499)
Kerzengerade Straße durch Orangenplantagen bis San Silvestre. Die Gegend ist schwach besiedelt. Alle 10-20 km erreicht man ein kleines Dorf, dazwischen Plantagen und Wiesen. (A-499)
Unser erster wilder Zeltplatz abseits der A-499 bei San Silvestre.
Regentest am 3. Tag kurz vor San Silvestre de Guzmán (A-499).
Blick von Villanueva de los Castillejos nach Süden (A-499)
Puebla de Guzmán. Es wird langsam hügeliger (A-499).
Wir bekommen die ersten Minenlandschaften zu sehen. Die Minen sind offene Tagebauten, in denen Erze abgebaut wurden.
Die dünne Besiedlung erlaubt Blicke auf weite Landschaften.
Idyllischer Zeltplatz hinter Tharsis (A-475)
Morgenkaffee im Morgentau. Es könnte etwas wärmer sein.
Ameisen werden uns ebenfalls die gesamte Reise begleiten, und unsere Brotreste immer schnell und diskret verschwinden lassen.
Flusslandschaft zwischen Villanueva de las Cruces und Calañas (A-475).
Impressionen aus Calañas.
Wir verlassen Calañas und fahren weiter Richtung Zalamea la Real (A-478)
Tiere werden in Spanien meist schlechter behandelt. Dieser ungepflegte und abgemagerte Esel steht angebunden am Straßenrand. Ein Bild, welches man leider öfters zu Geicht bekommt.
Die erste richtige Abfahrt mit Tempo >60 vor Zalamea la Real auf einer perfekten Straße (A-478). Der Straßenzustand ist (auch dank vieler EU-Gelder) auf unserer gesamten Tour nahezu perfekt.
Zalamea la Real. Diese leicht hügelige Gegend ist ideal für uns Flachlandfahrer um uns an die Berge zu gewöhnen.
Das erste Highlight ist erreicht: Minas de Riotinto, ein Ort der durch Bergbau (Kupfererz) geprägt wurde
Die Tagebauten sind unglaublich beeindruckend. Hier stand früher mal ein Dorf, welches der Erzgier weichen musste.
Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden hier etwa 80.000 t Kupfererz, sowie in geringen Mengen Eisen und Schwermetalle gewonnen.
Heute sind die alten Industrieanlagen verlassen....
...und mitunter schon stark verfallen.
Spektakuläre Abfahrt durch die Minenlandschaft.
Eine surreale Landschaft, die heute durch Tourismus geprägt wird.
Der Name "Riotinto" ist nicht aus der Luft gegriffen. Das Eisen im Boden färbt den Fluß blutrot. Baden sollte man hier nicht.
Mit einem ph-Wert von 2,2 ist das Wasser sehr sauer. Nur extremophile Bakterien können hier überleben.
Wir verlassen diese Gegend und erreichen die Provinz Sevilla. Die Stadt Sevilla zur Semana Santa ist unser nächstes Ziel.
Nachtstimmung vor El Madroño.
Kurz hinter El Madono treffen wir Antonio und Segfredo, die uns zum Kaffee einladen.
Gut gelaunt auf dem Weg nach Sevilla.
Landschaft bei El Madroño auf dem Weg nach Aznalcóllar (SE-4401)
Sattgrüne Wiesen auf der fruchtbaren Ebene von Sevilla (SE-477)
Seit 2008 werden in diesem eindrucksvollen Solarkraftwerk nordwestlich von Sevilla jährlich 200 MW produziert.
Vorbereitung zu den ersten Prozessionen in Sanlúcar la Mayor.
Völlig unvorbereitet stolpern wir sozusagen in die ersten Osterprozessionen.
Ganz unvoreingenommen können wir das Spektakel auf uns wirken lassen.
Die Heiligenfiguren der jeweiligen Kirchen werden während der Prozessionen festlich durch die Straßen getragen.
Die letzte Nacht vor Sevilla verbringen wir mitten auf einem riesigen Olivenhain bei Almensilla. Morgens um 5 Uhr wecken uns singende alte Männer, die die Olivenbäume beschneiden..
Warten auf die kleine Fähre über den Rio Quadalquivir in Coria del Río.
Achtung Rennradfahrer!
In Dos Hermanas südlich von Sevilla werden wir einige Tage auf einem Campingplatz Station machen.
Dort lernen wir Maciej kennen, ein Pole, der auf zweijähriger Europatour ist.
Die nächsten zweieinhalb Tage widmen wir uns der faszinierenden Stadt Sevilla.
Der Torre del Oro (Goldturm). Er diente früher militärischen Zwecken, heute ist dort ein Schiffahrtsmuseum untergebracht.
Torre del Oro am Rio Quadalquivir mit der Giralda der Kathedrale im Hintergrund.
Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kirche der Welt und wurde zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert auf den Überresten einer maurischen Mezquita erbaut.
Einziges Überbleibsel der einstigen Moschee aus maurischer Zeit ist die Giralda, das ehemalige Minarett. Über 80 m hoch ist dieser Turm der Kathedrale, der zu Besichtigungszwecken bestiegen werden kann.
Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Blick auf Sevilla von Turm der Giralda nach Osten.
Blick nach Norden.
Die Stierkampfarena im Westen von Sevilla.
Der Kreuzgang der Kathedrale und Blick Richtung Südwest..
Plaza de España, einer der bekanntesten Plätze in Sevilla. Erbaut wurde er anlässlich der Iberoamerikanischen Ausstellung 1929.
Der in einem Halbkreis angelegte Platz zeigt in kunstvoll gestalteten Kachelornamenten die 48 Provinzen Spaniens
Die Provinz Avila lädt gerade zum Schlaf ein.
Bis wir Barcelona erreichen dauert es wohl noch eine Weile.
Neben dem Plaza de España liegt der weitläufige María Luisa Park.
Blumenimpressionen im Parque María Luisa
Die Alcázar von Sevilla ist die kleine Schwester der Alhambra in Granada.
Der einstige Königspalast aus dem Mittelalter ist voller maurischer Einflüsse aus dem Mudéjar-Stil.
Badehaus in den Kellern der Alcázar.
Die riesige Gartenanlage der Alcázar aus verschiedenen Baustilen und Epochen.
In den Gärten könnte man sich fast einen ganzen Tag aufhalten.
Zur Mittagszeit sind abseits der Touristenrouten die Straßen wie leergefegt.
Keine Menschenseele weit und breit zu sehen.
Wenn man mittags in Spanien Einheimische treffen will, muss man die Tapasbars aufsuchen.
In dieser Bar gibt es die leckeren Churros, eine Art länglicher Krapfen der fritiert und dann mit Zucker bestreut wird.
Bier und Wein sind zur Mittagszeit völlig normal.
Bodega zur Mittagszeit.
Festlich geschmückte Häuser zur Semana Santa.
Diese Stühle für die Prozessionen an den Hauptstrecken muss man für viel Geld ein Jahr im voraus reservieren.
Die ersten Büßer auf dem Weg zur Prozession.
Vorbereitung zur Prozession.
Die Prozessionen einer einzelnen Bruderschaft können aus bis zu 3000 Teilnehmern bestehen. Jeden Tag sind etwa 10 dieser Gruppen Richtung Kathedrale unterwegs.
Die Büßer werden auch Nazarenos genannt.
Sie sehen schon ein wenig unheimlich aus in ihren düsteren Kutten, die ein wenig an Ku-Klux Clan erinnern, damit aber nicht in Verbindung stehen.
Eine weitere Gruppe träg Kreuze; in Anlehnung an den Leidensweg Christi.
Entgegen unserer Erwartungen nehmen auch Frauen und Kinder an den Prozessionen teil.
Wichtigste Bestandteile der Prozession sind die Paseos, aufwendige Konstruktionen, auf denen die Figuren der Maria und des Christus durch die Straßen getragen werden.
Die Stimmung der Prozession, die tragende Musik und die mit Weihrauch geschwängerte Luft schaffen eine unbeschreibliche Atmosphäre.
Viel Blumen und Prunk zieren die Paseos. Der erste Paseo trägt die Figur der Heiligen.
Als zweites folgt die Christusstatue.
Auf dem Weg zur Kathedrale.
Getragen werden die tonnenschweren Konstrukte von Costaleros, die sich unter dem Paseo befinden.
Begleitet werden die Züge durch Musikkapellen, die sehr eindrucksvolle langsam getragene Marschmusik spielen.
Besonders die Kleinen sind scheinbar stolz auf ihre Teilnahme.
Kinder bauen sich aus dem Wachs der Büßerkerzen kleine Kugeln. Es steckt vermutlich kein religiöser Hintergrund dahinter, sondern stellt vielmehr ein einfacher Wettstreit unter den Kindern dar.
Tausende verfolgen jeden Tag die Prozessionen.
Besonders in der Nacht sind die Prozessionen etwas ganz besonderes. Das Licht der Kerzen, die Büßer und die Musik sorgen für eine unbeschreibliche Atmosphäre.
In den kleinen Laternen werden heilige Reliquien getragen.
Auch wenn wir noch längst nicht alles von Sevilla gesehen haben, geht die Fahrt weiter. Wir verlassen die quirlige Stadt und machen uns auf den Weg in südöstlicher Richtung.
Uns erwarten die Berge der Sierra de Grazalema. Bisher waren die Hügel noch Spaß, jetzt wird es ernst.
25 km schnurgeradeaus auf dem Weg nach Morón de la Frontera (A-360)
Heute bräuchte man wohl eher ein Segelflugzeug. Hammerwetter!
Grenzenlose Weite ohne jegliche Zivilisation bei Traumwetter und Rückenwind. Wie geil ist das denn...
Auch hier: Achtung vor Radfahrern!
Provinz Cadiz (A-8126)
Da hinten. Der hohe Berg. Das ist unser Ziel!
Zeltplatz im Olivenhain nahe Coripe
Der erste Osborne-Stier in Coripe.
Auf dem Weg nach Zahara (A-8126)
Zahara und im Hintergrund der Puerto de las Palomas (der besagte Berg).
Zahara - Die andalusischen Dörfer sind weiße Flecken in karger Schönheit.
Diese Straße ist jedoch eindeutig zu steil!
Es wird ernst! Straße zum Pass (CA-9104).
Langsam aber stetig geht es bergauf.
...und weiter hinauf...
..und noch läuft's....
...kurz vor der Passshöhe...
Geschafft!! Unser erster echter Pass!
Rückblick auf die Strecke mit dem Stausee von Zahara.
Glücklich!
Grazalema kurz hinter dem Pass.
Auf dem Weg nach Villaluenga del Rosario (A-2302)
Benaocaz (A-2302)
Zahmer (und gestutzter) Papagei in Ubrique.
Im Hintergrund Ubrique. Irgendwo rechts oberhalb davon kamen wir her. Unser nächstes Ziel ist Gibraltar.
Einsame Straße nach Jimena de la Frontera (C-3331).
Provinz Malaga.
Eindrucksvolle Einwirkungen von Erosion im weiteren Verlauf der Straße.
Für uns kein Problem. Radfahren bringt Vorteile!
Blumenimpressionen
Dutzende von Geiern kreisen über Cortijo Sambana (CA-8200)
Die meisten Geier sind Mönchsgeier, die größten Greifvögel Europas mit Spannweiten bis zu 3 m.
Sie kreisen nur aus Spaß an der Freude am Hang eines kleines Berges.
Der Rio Guadiaro kurz vor der Mittelmeermündung
Mittelmeerküste auf dem Weg nach San Roque
Golfplätze und neue Hotelanlagen prägen die Landschaft
Gibraltar
Die Bucht von Algeciras ist ein Tummelplatz für Öltanker.
Die südlichste Moschee (Ibrahim-al-Ibrahim-Moschee) in Spanien wurde erst 1997 eröffnet.
Die Meerenge von Gibraltar. Im Hintergrund Afrika.
Der südlichste Punkt unserer Reise. Afrika ist nur einen Katzensprung entfernt.
Auch die Berberaffen sind einen Besuch wert.
Ansonsten hat Gibraltar uns eher enttäuscht. Aber einen Besuch war es allemal wert. Unser nächstes Ziel ist Ronda. Dafür verlassen wir schnell wieder die Küste und fahren zurück in die Sierra de Grazalema.
Vorher erleben wir am 14. Tag unserer Reise eine extrem stürmische Levante am Mittelmeer (San Luis de Sabinillas)
Kein Mensch verirrt sich heute an den Strand. Es ist einfach zu stürmisch.
Meterhohe Wellen werden an den Strand gespült.
Bei gefühlten 100 km/h Seitenwind auf dem Weg nach Gaucin. Fahren unmöglich! Schieben ist oftmals angesagt (A-377).
Vor Gaucin geht es nochmal runter zum Rio Genal und danach alles wieder hoch... Unten wird jedoch erstmal am Fluss gezeltet.
Kurz vor Gaucin am nächsten vormittag.
Es herrscht eine düstere Stimmung in Gaucin. Der Sturm ist allerdings vorbei.
Unheimliche und kalte Stimmung auf dem Weg nach Ronda.
Rückblick auf Algatocín (A-369)
Puerto Encinas Borrachas kurz vor Ronda. Der Name bedeutet soviel wie "Betrunkene Steineichen".
Ronda. Hoch gelobt in allen Reiseführern, aber letztlich ein weißes Dorf, wie alle anderen auch. Nur vielleicht etwas größer und touristischer.
Das spektakuläre an Ronda ist seine erhabene Lage auf einem Felsmassiv.
Und die Brücke (Puente Nuevo), die über die Schlucht des Rio Guadalevín führt.
120 m hoch ist diese Brücke, die Mitte des 18. Jahrhunderts gebaut wurde und hinter deren Fenster oben in der Mitte einst ein Gefängnis war.
Impressionen.
Nach eineinhalb Tagen Ronda setzen wir unsere Reise fort nach Antequera und Malaga. Es geht in östliche Richtung wieder bergauf zum Puerto del Viento (A-366).
Der "Pass des Windes"
Die andere Seite des Passes. Eine imposante und karge Hochgebirgslandschaft kurz vor El Burgo (A-366).
El Burgo
Eine absolute Aussnahme. Die Straße nach Ardales wurde durch Erosion weggerissen und noch nicht erneuert. (MA-5402)
Unser Tagesziel. Der Stausee hinter Ardales.
Ardales
Abfahrt am nächsten Tag in die Schlucht von El Chorro.
Bizarre Sandsteinformationen auf dem Weg dorthin (MA-448).
Der Camino del Rey in El Chorro. Das gesamte Gebiet ist ein Eldorado für Kletterfreaks.
Rückblick auf den Stausse mit Pumpkraftwerk von El Chorro.
Die erste Panne auf dem Weg nach Antequera.
Auf und ab geht es mit geflickten Reifen weiter nach Antequera (A-343)
Rechts das nächste Highlight: Das Massiv des El Torcal. Hinter Irgendwo links davon liegt Antequera.
Antequera mit seiner imposanten Alcazaba.
Kleine steile Gassen sind typisch für die weißen Dörfer.
Die Konditorkünste in Andalusien sind übrigens ein Traum.
Da stören nicht mal die ölverschmierten Hände nach der Radreparatur.
Auf der Leeseite des El Torcal wüten heftige Fallwinde (Leider nicht sichtbar). Die kommende Nacht im geringen Schutz einiger Bäume wird die Schlimmste der gesamten Tour.
Auch am nächsten Tag ist der Wind zu stark! Schieben heißt das Programm (A-7075).
Im Hintergrund die fruchtbare Ebene von Antequera.
Hinten rechts liegt die Abzweigung nach El Torcal.
Eine unglaublich spektakuläre Karstformation wartet auf dem Gipfel dieses Berges.
Die Kräfte der Natur durften hier Künstler sein.
Wind und Wetter erschufen diese unglaubliche Landschaft.
...ohne Worte....
...eine bizarre wildromantische Welt....
Abschied von El Torcal und Weiterfahrt Richtung Süden nach Villanueva de la Conceptión (A7075).
Villanueva de la Concepcíon
Begegnungen mit Gleichgesinnten.
Landschaft kurz vor Malaga
Nach drei Wochen erreichen wir Malaga und gönnen uns eine kleine, aber zentral gelegene Pension. Eine willkommende Abwechslung zur harten Isomatte.
Tapasbar. Eine der besten auf der Tour!
Die Touristensaison in Malaga hat noch lange nicht begonnen.
Einheimische vertreiben sich die Zeit mit Fussball.
Auch hier gibt es eine Alcazaba, die Sonntags umsonst besucht werden kann.
Blick von der Alcazaba zum Hafen. Einige Kreuzfahrtschiffe sind zu Besuch.
Maurische Architektur in der Alcazaba
Malaga
Churros in Schokolade
Bier und Tapas am Mittag
Rückblick auf Malaga. Wir folgend der Küste ein Stück bis Almuñécar um von dort über die Sierra Almijara nach Granada zu fahren.
Die Strände der Einheimischen sind nicht so schick, wie die Touristenstrände.
Auf dem Weg nach Nerja
Nerja
Traumpanorama von unserem Zeltplatz kurz hinter Nerja.
Provinz Granada
Einer der seltenen Tunnel.
Im Tal der Nisperos nördlich von Almuñécar (A-4050)
Die Nispero wird auch Japanische Wollmispel genannt. Sie schmeckt mit einem leicht säuerlichen Geschmack sehr erfrischend.
Einsamer Weg nach Granada nahe Otivar (A-4050)
Lagerfeuerromantik in einem nebeligen abgelegenene Pfirsichhain.
Hochgebirgscharakter kommt wieder zum Vorschein.
Mit zunehmender Höhe wird es in der Sierra Almijara kälter und nebeliger.
Keine 10°C erwarten uns auf über 1200m Höhe.
Blühender Rosmarin
Auf dem Hochplateau der Sierra Almijara.
Von Hochgebirge keine Spur mehr zu erkennen, obwohl wir weiterhin auf über 1200 m unterwegs sind.
Orchideen am Wegesrand
Abfahrt nach Granada.
Am nächsten Tag ein Ausflug mit leichtem Gepäck nach Granada.
Das etwas andere Leben von Granada. Bewohnte Höhlen auf dem Berg Sacramonte am Ostrand der Stadt. Im Hintergrund die Alhambra.
Granada und die Alhambra vom Berg Sacramonte.
Hübsche Käfer!
Die schneebedeckte Sierra Nevada.
Alhambra mit Sierra Nevada im Hintergrund.
Granada bei Nacht.
Weiterfahrt auf der Südseite der Sierra Nevada durch die Alpujarras. Durchfahrt durch Padul.
Orgiva in den Alpujarras (A-348)
Mit Hunden haben wir durchweg gute Erfahrungen gemacht. Dieser Freund wäre am liebsten bei uns geblieben.
Rio Guadalfero. Schlechtes Wetter deutet sich an.
Diese Straße ist keine zwei Jahre alt. Extrem häufige Niederschläge haben die instabilen Hänge abrutschen lassen.
Teilweise ist die Straße fast komplett zugeschüttet.
An Wasser mangelt es in dieser Region jedenfalls nicht.
Wir geraten in starken Regen und erleben die Erosion mit eigenen Augen.
Völlig durchnässt und durchgefroren verlassen wir entgegen unserer Pläne die Berge und flüchten zurück zum Meer.
Die riesigen Gewächshausfelder von Almeria. Hier ist es sofort wieder warm und trocken.
Gewächshäuser soweit das Auge reicht. Im Hintergrund die Stadt El Ejido.
Ein weiterer Stier.
Die Gewächshausplantagen und Almeria lassen wir hinter uns und gelangen in die extrem schöne Wüste von Tabernas.
Bizarre Felsformationen, wie man sie noch nicht zuvor gesehen hat.
Auf der Suche nach einem Zeltplatz.
Wüste heißt nicht unbedingt Dürre und Vegetationslosigkeit...
Tabernas
Überall blüht es in allen möglichen Farben.
Diese Landschaft diente vielen Wildwest-Filmen als Kulisse.
Dieses Feld hätten wir am liebsten sofort gekauft.
Man kann sich gar nicht satt sehen an dem Farbenmeer.
....ohne Worte....
Hinter diesem Berg befindet sich wieder das Mittelmeer (AL-3103) und der Nationalpark Cabo de Gata.
Rückblick auf die Wüste.
Hier sollte man nicht vom richtigen Weg abkommen.
Straße nach Nijar (AL-3107)
Auf dem Weg nach Nijar ist bereits das Meer wieder zu erkennen (AL-3107).
Granate im Flussbett einer rieisgen Caldera nahe Nijar.
Im Nationalpark Cabo de Gato (Las Negras).
Vulkanismus prägte diese Landschaft. Diese Gesteine bestehen aus versteinerter Vulkanasche.
Das Meer ist kristallklar, aber leider immer noch viel zu kalt.
Weiterfahrt nach Aguílas (AL-7107).
Und immer noch perfekte Straßen und kein Verkehr.
Hässliche Hotelanlagen und Industrie verschandeln diese einst wunderschöne Landschaft.
Verlassene Hotelruinen als Überbleibsel der letzten Spekulationskrise (AL-5105).
So sieht es schon (abgesehen von der Straße) besser aus. Bald verlassen wir Andalusien.
Weiter östlich ist die Landschaft glücklicherweise unbebaubar.
Alte verfallene Industrieanlagen am Meer dienen als Zeltplatz.
In der Ebene wird die Landschaft wieder hässlich.
Kurz vor Aguílas verlassen wir das Meer und fahren Richtung Lorca (A-1201).
Nach vier Wochen verlassen wir nun Andalusien und erreichen die Provinz Murcia. Ab jetzt haben wir keinen Reiseführer mehr und können unvoreingenommen einfach drauflosfahren.
Auf dem Weg nach Lorca zwischen der Sierra de Enmedio und der Sierra de la Almenara (Foto) befindet sich eine weite fruchtbare Ebene, in der überwiegend Gemüse angebaut wird.
Zeltplatz mit Aussicht.
Im Hintergrund trohnt die Burg von Lorca über der Stadt (C-3211).
Schnelle unkomplizierte Reparatur in Lorca. Der Schnellspannhebel war abgebrochen.
Die Burg von Lorca.
Lorca
Verdientes Bier und Tapas zum Mittag.
Lorca von der Burg aus betrachtet.
Die zweite und letzte Panne.
Weiter Richtung Mula (C-9)
Zwei unterwegs.
Kurz vor Mula (C-5)
Eine der schönsten Landschaften unserer Tour. Straße zwischen Mula und Cieza (C-330)
Vorbei an Olivenhainen.
Kilometerlange Straßen, kein Verkehr.
Blühende Wegesränder und ein Traumpanorama.
Man fühlt sich fast wie in Arizona.
Hier beginnen auch die berühmten Weinbaugebiete.
Cieza.
Wir geraten zufällig in eine Fería und sind fast mehr Attraktion als die festlich mittelalterlich verkleideten Menschen.
Jumilla
Ein Augenschmaus für Geologen und Liebhaber schöner Gesteinsformationen
Straße von Yecla nach Almansa (C-3223)
Ein kurzer Abstecher in die Provinz La Mancha.
Kurz vor Almansa (CM-3220)
Auch der Verkehr auf größeren Hauptstraßen hielt sich in Grenzen.
Provinz Valencia.
Kurze Rast an der Leitplanke.
Nahezu jede Stadt hat hier ihre eigene Burg. Viele sind jedoch ziemlich verfallen (N-330).
Teresa de Confrentes (N-330).
Einmal die Woche Campingplatz zum Wäsche waschen... Campingplatz in Jarafuel.
Jalance (N-330)
Im Gegensatz zu den andalusischen weißen Dörfern sind diese hier sehr bunt.
Dieses Kraftwerk passt allerdings absolut nicht hierhin.
Rückblick auf Cofrentes.
Requena (N-330)
Achtung Schnee? Noch machen wir uns über dieses Schild lustig.
Burg von Chera
Gegend bei Chera.
Zeltplatz auf der Burgruine.
Schwalbenschwanz. Hier gibt es ihn noch.
Tektonik
Onda. Die mit Abstand hässlichste Stadt dieser Tour. Geprägt durch Keramikkultur.
Straße von Lliria nach Marines (CV-25)
Nach den Ebenen der letzten Tage wird es nun wieder bergiger.
Dieser Frühling ist den meisten Reptilien bislang zu kalt. Unsere erste entdeckte Eidechse.
Etwas trostlose Landschaft auf dem Weg nach Costur (CV 165).
Straße von Atzenetat nach la Torre d'en Besora (CV-165)
Katzenwäsche mit eiskalten Quellwasser.
Das Massiv "El Maestrat".
Entgegen der Wetterberichte bestes Radlerwetter auf dem Weg zum Coll d'Ares im El Maestrat (CV-15).
Ab und an findet man überfahrene Schlangen am Straßenrand.
Im Hintergrund der Pass und die kleine Stadt Ares.
Links der Coll d'Ares, rechts die imposant gelegene Stadt mit Burg.
Und wieder ein Pass erklommen.
Blick zurück. Rechts die Passstraße.
Weiterhin schönes Wetter und schöne Aussichten.
Auf dem Hochplateau des El Maestrat Richtung Morella (CV-12).
Märchenhafter Anblick. Morella mit seiner kompletten Stadtmauer und einer der imposantesten Burgruinen.
Diese imposante Stadt ist einen Besuch wert.
Käse, Weine, Honig, Schinken... Lecker war der Romero-Honig.
Ausblick von der Burg. Das Wetter wird langsam komisch.
Morella von der anderen Seite.
Kurz hinter Morella fängt es an zu regnen.
24 Stunden regnet es am Stück...
Am übernächsten Morgen nach 36 Stunden verharren im Zelt bietet sich uns dieser Ausblick. Wie war das mit dem Schild: Achtung Schnee? Wir haben den 3. Mai.
Alles ist dick eingeschneit.
So schnell wie möglich versuchen wir das El Maestrat zu verlassen.
Wintereinbruch im Mai. Für die wenigen Einheimischen völlig normal.
Unsereins rechent damit jedoch nicht. Schnee in Spanien im Mai, toller Witz.
Wie naiv, das zu glauben.
Das scheinbar verlassene Castell de Cabres (CV-105)
Keine Menschenseele zu sehen. Die Dörfer hier oben stehen kurz vor dem Aussterben.
Aber wie durch ein Wunder ist die Bar geöffnet und ein alter Mann versorgt uns mit Wärme und Essen. Unsere Vorräte waren aufgebraucht.
Während im El Maestrat noch weiterhin der Winter tobt....
....ist es in der Ebene wieder trocken und wärmer. Auf dem Weg nach Tortosa (T-331)
Nach der Kälte auf der Suche nach einer Pension in Tortosa.
Markthalle in Tortosa. Wir haben es überstanden.
Der Ebro. Man beachte die Wolkenformationen über'm El Maestrat im Hintergrund.
Sonne und über 20°C am Ebro.
Der Weg führt eine Weile entlang des Ebro. Tivenys (T-301)
Rückblich auf die Ebroebene und das El Maestrat-Massiv.
200 m Höhenunterschied. Mittlerweile kein Problem mehr.
Gemütlich schlängelt sich der Ebro durch diese bergige Landschaft.
Pause in Benifallet. Ständig sind unsere Brote angebissen, keiner weiß warum ;-)
Fähre über den Ebro.
Miravet
Weiterfahrt nach Gratallops (T-731)
Gratallops
Embalse de Siruana bei Cornudella de Montsant (C-242)
Nochmal hoch hinauf auf dem Weg nach Valls (nahe Tarragona) (TV-7012)
Etwas dunstig, aber schöner Ausblick. Am Horizont das Mittelmeer bei Tarragona.
La Mussara ist in der Karte noch als Dorf eingezeichnet (T704).
In Wirklichkeit ist La Mussara eine verfallene Märchenlandschaft.
Und wird von einem verzauberten Prinzen bewacht.
Irgendwo dahinten links liegt Barcelona.
Spürbar stärkerer Verkehr auf dem Weg nach Valls (C-37)
Wir nähern uns Barcelona (C-51).
Ein Stück Schnellstraße muss bewältigt werden.
Kurz vor Barcelona Stau.
Ausblick von unserem Hostel. Ständig fahren Touribusse an unserem Balkon vorbei.
Das Rad sollte man in Barcelona sicherstellen. Innenhof des Hostel.
Parc Güell.
Parc Güell
Gaudihäuser am Eingang zum Parc Güell.
Barcelona
www.microguagua.com
Hafen
Columbusstatue
Arc de Triumphe
Ein absolutes Muss. Der magische Brunnen am Placa de Espana.
Barcelona ist übrigens die mit Abstand teuerste Stadt unserer gesamten Reise. Diesen horrenden Eintritt für ein weiteres Gaudihaus haben wir uns gespart, und trotzdem fließt einem das Geld nur so aus den Händen.
Den Eintritt kann man sich sparen. Von außen ist es auch so sehr beeindruckend.
Genauso wie dieses...
Vermutlich werden hier jeden Tag 1 Trillion Bilder von Sehenswürdigkeiten gemacht.
Das Miro-Museum auf dem Montjuic war leider geschlossen.
Dafür bietet der Montjuic ein tollen Aussichtspunkt auf die Stadt.
Eindrucksvoll erhebt sich die Sagrada Familia aus dem Häusergewirr.
Blick Richtung Hafen.
Meine neue Freundin bei einer Weinprobe. 80 Cent füt eine Flasche leckeren frisch abgefüllten Wein. Barcelona kann an den richtigen Ecken auch günstig sein.
Die quirlige Ramblas
La Boqueria, die berühmte Markthalle an der Ramblas. Hier gibt es alles an Essbaren....
und vor allem Fisch
Wir verlassen Barcelona nach drei Tagen Aufenthalt Richtung Westen.
Nach dem Zauber Barcelonas kommt schnell ernüchternde Industriekultur zum Vorschein.
Mit jedem Meter wird es hässlicher.
Schnellstraßen, Verkehr, schlechte Luft und Enge zerren schnell an den Nerven (N-2).
Schnell verlassen wir entgegen unserer Pläne dieses Moloch und flüchten wieder ins Hinterland....
...und werden mit Ruhe und Natur belohnt. Hinter Granolleres (C-251).
Das letzte große Hindernis: der Turo de l'Home mit über 1700 m.
Am nächsten Tag erwartet uns leider Regen und Nebel (BV-5114).
Den eigentlichen Gipfel müssen wir weglassen. Aber auch die normale Passstraße geht über stattliche 1300 m hoch.
Provinz Girona
Kaum Sicht und Kälte. Schade, dass der Turo de l'Home uns nicht haben will.
Heiße Schokolade in Sant Hilari Sacalm.
Starker Regen und kein Ende in Sicht. Und wieder werden wir aus den Bergen vertrieben.
Wenigstens einer freut sich über das Wetter.
Straße von Angles nach Salt/Girona (N-141)
Partnerlook. Leider gab es das Trikot nicht in Größe S.
In Girona war gerade die Temps de fleurs.
Girona uns seine Lebensader. Der Fluss Oniyar, der später in den Ter fliesst.
Kathedrale von Girona.
Blick von der alten Stadtmauer.
Altstadt von Girona mit der Kathedrale und der Kirche Sant Feliu.
Markttag.
Weiterfahrt nach L'Estartit (C-31).
Die letzten drei Tage stand chillen am Meer auf dem Programm.
Schneebedeckte Pyrenäen.
Der Frühling in Spanien (und Deutschland) war in diesem Jahr relativ kalt und chaotisch. Soviel Schnee und Regen wie in diesem Jahr gab es selten.Trotzdem sind wir gut durchgekommen. Es hätte lediglich etwas wärmer sein können.
Entspannen an der windigen Mittelmeerküste. Bis Frankreich wären es nur noch wenige Kilometer.
Letzter Sonnenaufgang vor der Abreise.
Ein bisschen Wehmut kommt auf.
Aber der letzte Tag zeigt sich von seiner besten Seite. Sonne und sommerliche Temperaturen auf dem Rückweg nach Girona (GI-644)
Diese vielen Blumen überall werden wir vermissen.
Hinter dieser Hügelkette liegt Girona.
Vulpellac (GI-644)
Angenehme Steigung und schönstes Wetter.
Rückblick auf L'Estartit (ganz hinten im Dunst).
Die letzten Meter zum Flughafen (C-25).
Geschafft! 8 Wochen Spanien. Knapp 3000 Kilometer und über 30.000 Höhenmeter. Auf diese Leistung haben wir uns unser Abschiedsbier redlich verdient. Fast hätte der isländische Vulkan "Eyjafjallajökull" unseren Abflug verhindert. Aber leider liefen die Flüge an an diesem Tag nach Plan, sonst wären wir einfach mit dem Rad nach Hause gefahren.
Heimflug! Wir hoffen allen Lesern einen bleibenden Eindruck dieses faszinierenden Landes hinterlassen zu haben. Wir werden mit Sicherheit eines Tages wieder hierhin zurückkehren.