Die Anfahrt erfolgte durch die Schweiz
und wir machten am ersten Abend am Lago Maggiore Rast.
Der Himmel hing voller Geigen, es war heiß und die Mücken drohten uns aufzufressen.
Also machten wir uns schon am nächsten Morgen auf nach Limone de Piemonte.
Der CP war sehr schön und sauber und wir waren die einzigen Touristen.
Am ersten Abend wurde sofort der Versuch gestartet,
das Fort Central zu erreichen. Es klappte aber weder von der Nord-noch von der Südseite her.
Also begnügten wir uns erst einmal mit den anderen schönen Schotterpisten.
In den Alpen bekommt man im Frühjahr allerlei einzigartige Blumenarten zu sehen.
Das ist also das Fort Central in 2000m Höhe.
Ein neuer Versuch über die französische Seite das Fort zu erreichen.
Es ging in weiten Bögen und engen Kehren immer weiter aufwärts.
Die Wege wurden schmaler und die Abhänge immer steiler.
Und immer wieder wurde man mit traumhaften Panoramen belohnt.
Diese Straße war für uns dann nicht mehr befahrbar.
Aber wir waren trotzdem zufrieden, mit dem was wir geschafft hatten,
und genossen die tollen Ausblicke.
Da freut sich das Mädchen!
Hier war der Weg dann endgültig zu Ende.
Also wieder zurück. Der Aufstieg hatte fast 3 Stunden gedauert und der Abstieg war in nur einer Stunde geschafft.
Auch der nächste Versuch ans Fort zu gelangen endete in einer Sackgasse. Hier hatte eine Lawine den Weg zu gemacht.
Aber wer hartnäckig bleibt, der schafft es dann doch noch und so kamen wir mit einem kleinen "Spaziergang" doch noch zum Fort Central.
Es ist beeindruckend, was die Armee hier alles aufgebaut hatte.
In einer Gegend, wo sich sonst Fuchs und Hase "Gute Nacht" sagen.
Es handelt sich bei dem Fort um eine richtig wehrhafte Festung.
Hier sieht man den Weg von der Südrampen hochkommen., aber die Kehren sind noch tief unter dem Schnee verdeckt.
Im Innenhof der Festung lag der Schnee auch noch gute 2 m hoch.
Welch ein "Überirdischer" Ausblick, dass muss doch fotografiert werden.
Lawinen begleiteten uns auch weiterhin....
und manches mal mussten wir auch einfach zwischendurch.
Hier oben war noch nicht viel geräumt und so waren wir auch wieder in einer Sackgasse, aber in einer sehr schönen!
Es lag zwar noch viel Schnee doch oben, aber es war sehr warm.
Was man von den Flüssen nicht sagen konnte. Maximal 1 Minute, dann waren die Gliedmaßen blau von der Kälte.
Aber es tat gut sich damit zu erfrischen.
In Limone war eigentlich alles ausgeflogen und die meisten Läden machten Urlaub nach der Winter/Skisaison.
Aber es gab da noch eine kleine Pizzeria,
in der die Pizzen fast größer waren als die Tische und dort gingen wir natürlich auch schon mal vorbei.
Nun kam die nächste Station: Wir fuhren ins Valle Grana, nach Monterosso Grana.
Dort angekommen starteten wir natürlich gleich mal zur Nahgebietserkundung.
Traumhafte Hochtäler und Landschaften bekamen wir gleich wieder geboten,
doch auch hier war bei etwa 2000 m Höhe wieder die Straße zu Ende. Die Stura-Maira-Str. unerreichbar.
Auch beim ersten Versuch an die Maira-Vareita-Kammstr. zu gelangen, mussten wir bei 2100 m wieder umkehren.
Der Abstieg ging über diese Vertrauen erweckenden Kleinstr.
Wie ich ja schon geschrieben habe: Diese Straße wird im WoMo-Reiseführer empfohlen. Ich persönlich möchte sie mit unserem Wagen nicht fahren.
Wie mit dem Bohrer in den Fels gedreht.
Ab und an fehlte auch schon mal ein Stück des Asphalts.
Ein weiterer Versuch an die Stura-Maira-Str. zu gelangen endete an einem Erdrutsch.
Hier könnte man schön Mikado spielen.
Auch wieder ein Hochtal in den französischen Alpen.
Dort wurde es dann durch den Nebel schon etwas feuchter, denn wir waren mal kurz auf fast 2200m hoch gestiegen.
Bei diesen Streckenführungen ist man schneller in den Wolken als man glaubt.
Dieses ist die Ponte Diavolo, die Teufelsbrücke in Dronero, vor dem Valle Maira.
Auf dem Markt gab es all die leckeren einheimischen Dinge, die man gerne am Abend, vor dem WoMo, beim Gläschen Rotwein schnabuliert.
Und am nächsten Morgen geht es gleich hinter dem CP wieder den Berg hinauf.
Für den Schutz von oben wird bei den Italienern auch gut gesorgt.
Die Zufahrt zur Maira-Vareita-Kammstr. ist heute nicht im Nebel,
aber um die nächste Ecke wartet dann wieder eine mächtige Schneewehe und versperrt uns den Weg.
Unser Erscheinen bleibt von den Einheimischen nicht unbemerkt.
Wir werden nicht aus den Augen gelassen und man ist immer auf einen Sprung in die Höhle vorbereitet.
Bis auf einen Meter konnte ich an die wachsamen Murmeltiere heran, musste mich aber gaaanz langsam bewegen.
Am Ende des Valle Maira kommt man wieder in eine kleine Nische der Alpen, in der es landschaftlich kaum schöner sein kann.
Das Wasser fließt hier von den Bergen und sammelt sich im Tal zu einem reißenden Wildbach.
Sieht das nicht toll aus???
Wir halten uns den ganzen Tag hier oben auf und sind erstaunt, dass es hier einen CP gibt, auf dem man für 3 € einen Platz bekommt.
Der Platz ist natürlich sehr naturbelassen, ohne Strom ect. aber ein Waschhaus und sanitäre Anlagen gab es schon.
Direkt unter den Felsen kann man hier seine Markise ausfahren ;-)
Hier führen überall Wanderwege hoch, die man aber auch mit Motorrädern und Allradfahrzeugen befahren kann und darf.
Gittes Yamaha XT 600 E
und meine kleine Schwarze, eine Suzuki DR 650 RE.
Geschafft, wir sind auf der Maira-Vareita und können die Strecke bei besten Wetter fahren.
Am Gipfelkreuz? Nein, hier überqueren wir die Passhöhe vom Colle Birrone auf 1700 m Höhe.
Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.......
Im Hintergrund sieht man den Monte Viso mit einer Höhe von 3841m
Wo man auch hinkommt, die Mountainbikefahrer sind auch schon dort, egal wie steil, oder schmal der Weg ist.
Hier haben wir einen Teil der Vareita-Kammstr. hinter uns gebracht und sind begeistert.
Eine kleine, verlassene Alm liegt auf unserem Weg
Sonnenuntergangsstimmung oder Alpenglühen
Der Mond wachte nach anstrengenden Tagen über uns, dass wir ruhig schlafen konnten.
Nun war schlechtes Wetter angesagt und wir haben uns sicherheitshalber an die Coté Azur zurück gezogen. Der CP in Imperia war allerdings sehr eng.
Dieses ist Imperia, sieht auch ganz schön eng aus.
Aber Monaco war noch bedeutend enger und wir haben gestaunt, dass auf so wenig Platz so viele Häuser passen.
Am Hafen/Schwimmbad
Im Hafen standen noch die ganzen Jachten, denn eine Woche zuvor fand hier das Formel 1 Rennen statt.
Ob dieser Autofahrer einen Strafzettel bekommt?
Nun ging es zu unserer letzten Station, der CP Gran Bosco zwischen Oulx und Salbertrand. Ein Super Platz.
In Exilles erhebt sich wieder ein riesiges Fort. Man kann gut die Schussrampe erkennen, die in Richtung Frankreich zeigte.
Hier gab es dann doch wieder Schnee in Massen......
und der Versuch über den Colle de Finestre
an die Assietta-Kammstr. zu gelangen scheiterte im Schlamm und Schnee.
Also versuchten wir es von der Rückseite her und siehe da,
wir schaften es immer weiter.
Die Wege waren zwar nicht die Besten,
aber der Ausblick entschädigte auch hier wieder für die Mühen (Hier die Zufahrt zum Mont Jafferau)
Dieses Bild zeigt die Assietta-Kammstr. von der Westlichen Seite, auch hier gibt es noch kein Durchkommen.
Oben auf der Spitze des Mont Chaberton kann man mit bloßem Auge die 8 Geschütztürme aus dem vergangenen Krieg erkennen.
In einer Höhe von 2515m war dann aber auch hier kein Weiterkommen mehr und wir beendeten unsere Tour für heute.
Neuer Tag, neues Glück, denn heute wollen wir auf den Sommeiler, die höchste Stelle in den Alpen, die man mit einem Fahrzeug erreichen kann, 3050m.
Es geht vorbei an dem türkisfarbenen Stausee von Rochemolles
und auf den Gipfeln hat es in der Nacht Neuschnee gegeben.
An einem kleinen Altar machen wir eine Pause und
können schon einen Blick in das Rifugio Camillo Scarfiotti werfen.
Hier oben, in 2200 m Höhe, findet in jedem Juli das höchste Motorrad-Fahrer-Treffen von Europa statt.
Gleich hinten an der Felswand ist die Dusche und Gitte macht gern Gebrauch davon.
Man braucht gar nicht soo nah ran gehen, man wird auch in einiger Entfernung noch nass.
Und wenn es dem Pit zu gut geht, dann fährt er auch schon mal mit Gittes Motorrad ;-)
Picknick Plätze gibt es überall in Italien, sogar hier oben auf dem Berg.
Diese smarte Bergziege hat mich zuverlässig über die 1750 km Gebirgspiste gebracht.
Nun heißt es aber Abschied nehmen und sich noch schnell von den Nachbarn verabschieden, bevor es wieder auf die Autobahn und nach Hause geht.