Heute beginnt die Schule mit dem Lesen des Bonner General-Anzeigers. Unter seinem heutigen Titel erscheint der General-Anzeiger seit 1889 (http://de.wikipedia.org/wiki/General-Anzeiger_%28Bonn%29)
Ein tragischer Autounfall auf der Titelseite
Die Mädchen sind gleich von der Werbung (»Werbeeinlage«) gefangen genommen.
Die Jungs scheinen da weniger bei der Sache zu sein.
Carla ist schon im Wirtschaftsteil: »Zweifel am Euro-Rettungsschirm« (für Griechenland). (Typisch für eine moderne Tageszeitung: große, nichtssagende Bilder als »Hingucker«, dafür möglichst wenig Text. fj)
Die Kinder dürfen kostenlos je eine Kleinanzeige fürs Wochenende aufgeben.
Todesanzeigen werden (vom weiblichen Publikum) schon immer gern gelesen.
Substrahieren im Kopf, das gibt das Lebensalter
Mütter mischen mit.
Letzte Vorbesprechung am Schulhof
In der U-Bahn müssen wir fünf Minuten auf Linie 63 warten. Seht Kinder!
Und wie geht’s dort weiter?
Im Hintergrund hervorragend das Gebäude des General-Anzeigers
Max Malsch fotographiert persönlich!
Klassenweises Aufstellen für das offizielle Erinnerungsbild in der »alten Rotation«
So sehen heute Druckplatten aus, aus Aluminium (Rollenoffsetdruck http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitungsdruck#Heutige_Situation)
Ein »Film« aus früheren Zeiten (Flachdruck, Offset). Schon damals: »Foto Max Malsch«
1980: Noch Hochdruck (http://de.wikipedia.org/wiki/Hochdruckverfahren)
Nach dem Film: Fragen
Zwei echte Redakteurinnen führen uns.
Auf der Rolle eine Tonne Papier, 45 g / m², 1,05 m breit und 18,554 km lang. Für eine Wochendausgabe werden 45 t Papier verbraucht. Im Jahr werden 100 t Farbe gebraucht, 65 t schwarz, 35 t bunt.
Die Jungs beim Schieben
Das ist nur die Reserverolle. Um diese Zeit steht die Druckmaschine still.
»Autopaster«? Wenn eine Rolle leer ist, sorgt der Rollenwechseler dafür, dass die nächste nahtlos dranklebt (to paste), damit der Druck ungestört weiterläuft.
Alles gelb, ohne UV-Licht, das hier die Belichtung der Platten stören könnte. Das Warnlicht im Vordergund war in Wirklichkeit rot gewesen.
Das Ergebnis der Belichtung: eine Platte aus biegsamem Aluminium, positiv, mit der auf einen Gummituchzylinder gedruckt wird (negativ), der dann das Papier bedruckt (http://de.wikipedia.org/wiki/Rollenoffsetdruck#Funktionsprinzip_des_Offsetdrucks).
Die Schwarz-Platte der gestrigen Ausgabe mit dem Autounfall
Dreizehn Meter, drei Stockwerke hoch ist die Druckmaschine.
Hier können in der Nacht die Zeitungen durch den Raum flitzen.
Jede gehalten von einer Zange
Hier warten 92.000 Fernsehzeitungen (»Prisma«), in der kommenden Nacht automatisch in den nächsten General-Anzeiger eingelegt zu werden.
Die Attraktion am Rückweg: Hühner!
Wir stürmen die U-Bahn-Station.
Allen voran die Lehrerin mit ihrem blechernen General-Anzeiger …
Beim Warten auf die U-Bahn rasch noch ein Blick ins »gro0e Witzebuch«
Und nachher noch auf den Spielplatz im Hofgarten!
Zwei Goldgräber intensiv bei der Arbeit
Am Feldherrnhügel die Mädels
Die andere deutsche Wirklichkeit im Hofgarten
Und hier schon ein Aufsatz über den Besuch beim General-Anzeiger – von einer anderen Schule allerdings!
(Eine Kuriosität: Aldi-Anzeigen bekommen noch eine weitere Farbe, das Aldi-Orange.)
Die Beurteilung des Aufsatzes
Die Benotung des Aufsatzes ENDE dieses Fotoalbums. Wünsche und Kommentare bitte direkt an mich, Fritz@Joern.De
Zugabe. Die Namen-Jesu-Kirche in der Bonngasse ohne ihre Kuppel, Ansicht von Osten
Zur Erinnerung: So hatte das ausgesehen, und das Kreuz war schon recht wacklig gewesen. Juli 2010
Das war sie, die Spitze. Es soll wohl eine neue drauf – immerhin steht die Kirche unter Denkmalschutz.
Und das der Blitzableiter. Damit aber endgültig Schluss!